Es Läuft

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25.7. 8.58-9.28
jaa. da bin ich wieder. seit gestern ist einiges geflossen. Gestern hatte ich irgendwie einen ganz ruhigen Fluß von Sätzen. Das war sehr erstaunlich. Den in mir tobte eine Riesenhektik.
Ich weiß nicht warum aber ich fühle gerade die Ruhe in mir alles ganz genau anzuschauen.
Meine Ängste zu benennen und zu erforschen um möglichst gut damit umzugehen. Ich will nicht länger ein Mensch sein der wenn es brennt hektisch im Kreis oder hin und her rennt,
sondern der sich entscheidet. Feuer löschen oder mich in Sicherheit bringen. Bums aus.

Jetzt denke ich langsam ja was soll denn das. Um was geht es denn da. Was will ich mir denn gerade sagen? Elke ? Claudia ? Mein Job ? Meine Kinder ? – Bei Aufzählungen finde ich die Reihenfolge oft blöd wie sie aus mir rauskommt, weil richtig wäre: Meine Kinder, Claudia, mein job, elke. Nein. Mein Job, meine kinder, claudia, elke. Wer ist denn eigentlich mein Freund? ach ja. da kommt gerade wieder was neues. Wer ist mein Freund. Wer ist meine Frau... ich will nicht mehr weiterschreiben irgendwie stockt stockt alles.

neuer Anfang. Ich liebe Schlager. Ein Schiff wird kommen und es bringt mir den einen, den ich mag wie keinen – kam heute im Radio – habe ich mitgesungen – ich finde das klingt jetzt relativ schwul. Aber ich singe einfach gerne alle Schlager und dieser ist besonders schön schmalzig.

eins zwei drei vier fünf sechs sieben acht neun zehn elf zwölf dreizehn vierzehn fünfzehn sechzehn siebzehn achtzehn neunzehn zwanzig ich komme.

ich spiele verstecken ich muß Geduld haben.
so eine halbe Stunde schreiben ist ziemlich lange.
ich könnte ja in dieser Zeit dinge schreiben über meinen morgen.
Mein Morgen:
Meistens stehe ich auf gehe in die Badewanne, singe eine halbe Stunde und komme dann raus und bin in Hektik. Keine Zeit mehr ein Vesper zu richten, geschweige denn zu frühstücken.
nichts wie los. Dann frage ich mich. Was ist wichtiger, in der badewanne zu singen oder frühstücken. Für mich ist diese Frage nicht generell sondern eher von Tag zu Tag zu beantworten. Meistens Baden und singen. Heute frühstücken.

Ach ja.
Gestern war meine Sorge wie mein Rondeveuz (rondewu) läuft. Ob ich körperlich auf meine Kosten komme – weil ich mich so gesehnt habe nach Berührung und Hingabe.
Ja und wie war es. Ein Gespräch. Ein grausiges Gespräch. Schrecklich. Schön. An bestimmten Stellen. Ich bin mir stellen weise vorgekommen wie ein wildes Sextier.
Das in Ketten gefesselt ist und eine nackte Frau steht außer Reichweite und streckt mir ihre offenen Beine entgegen und macht es sich. Ich wollte – aber ich kam nicht ran.
Stellenweise war mirs dann auch vergangen. Sie war erst im Krankenhaus und noch nicht
richtig fit. Vor allem hatten wir auch schon vor dem Krankenhaus Trouble.
Ich hatte einfach nicht mehr gesagt wie sehr ich sie vermisse und war in eine Hektik geraten.
Ich wollte mich einfach selbst befriedigen indem ich in meinem Leben erfolgreich bin.
Einen besseren Job kriege (hat nicht geklappt) oder mich auf ein Studium bewerbe (habe ich getan – mal sehen was geht). Aber ich hatte die Kraft nicht mehr Ihr zu sagen – du ich brauche dich – ich sehne mich nach Nähe zu Dir.

Dann kam es zum Eklat. Natürlich kurz vor der OP. Ist ja klar. Ein Riesentrouble mit peinlichen Beschimpfungen. Einfach weil ich mir nicht mehr zu helfen musste. Jetzt sage ich es Ihr. Ich sage auch, dass ich viel an andere Frauen denke und ans Bordell. Aber das ich nicht das Gefühl habe, dass ich dort befriedigt werde.

Der Abend mit Ihr war einfach schrecklich und dann doch schön. Zum schluß lagen wir zusammen im Bett und es kam leicht erotische Stimmung auf. Leider viel zu spät.
Denn ich hatte mir vorgenommen um 23.30 zu gehen. Dann bin ich schon um 23.00 gegangen. Ich wollte nicht gegen meinen Vorsatz handeln – und völlig übermüdet in den
nächsten Tag starten. Da ist bei mir die Grenze. Schön zu sehen das ich Grenzen habe.
Jetzt bin ich auch ziemlich fit und weiß halt – ich habe eine Beziehung von der ich erwarten kann, das ich heute nicht weiß, was in der nächsten Sekunde passiert. Über diese Phase von verliebtheit wo wir alles füreinander waren sind wir jedenfalls heraus. Sie möchte gerne einen Typen haben der sie absichert. Sie hat Angst das ihre Eltern sterben könnten und sie dann auf der Welt mit Ihrer kleinen Tochter gottverdammt allein da steht.
Ein Mann auf den sie sich verlassen kann – das ist ihre (irre) Sehnsucht. Denn sie hatte vor mir einen solchen Typen. Nur hat der sie in der Gegenwart emotional nicht nähren können.
Jetzt hat sie mich – und jammert wieder nach was anderem. Weiber.
Das ist ein Witz- Ich stehe unheimlich auf sie. eine ehrliche Mitteilung was eine Frau denkt ist viel wert. Nur die ganze Zeit solche sprüche könnte ich nicht ertragen. Brauche ich auch nicht. Immerwieder bekomme ich Signale, das auch ich meine Stärken haben.
Ich bin spontan und lebendig. Davor hat sie aber auch Angst. Wer spontan und lebendig ist, ist auch schlecht zu berechnen. Und das macht Angst wenn man eigentlich denn ganzen Tag damit beschäftigt ist alles so zu planen, damit möglichst keine Überraschungen geschehen.
Ich hoffe auf das nächste Rondevouz (wenn ich nur wüsste wie man dieses Wort richtig schreibt, verdammt, genauso wie Conteneauce , das treffe ich auch nicht – sind echt wichtig die 2 Worte). Ich werde mir was nettes einfallen lassen. Eine nacht unterm Sternenzelt mit Lagerfeuer. Das ist doch wunderschön.

Heute abend habe ich noch ein Gespräch mit der Mutter meiner Kinder. Es geht um unsere Tochter, die unter unserer Trennung leidet. Sie hat Angst, sagt sie, --- also die Tochter hat Angst, sagt die Mutter, mir zu sagen, wenn Sie nicht bei mir schlafen will.
Weil sie befürchtet, dass ich sie dann nicht mehr lieb habe. Sie versucht offensichtlich total mir was vorzuspielen. Wie ich diese Seite an mir selbst hasse. Dieses was vorspielen um
geliebt zu werden. Mit nichts verletzt man Leute mehr. Aber gut. Die kleine hat sich offensichtlich ihrer Mutter anvertraut und jetzt haben wir ein Gespräch vereinbart – wo wir darüber reden. Was kann man tun. Was kann man tun. Was ist richtig. Was ist falsch.
Ich habe natürlich Angst vor diesem Gespräch. Angst vor allem davor wieder in Ihre Schusslinie zu gelangen. Seit ihrem herzinfarkt fühle ich mich besonders schuldig.
Aber ich werde nicht gegen Ihre Schuldzuweisungen kämpfen. Sondern gegen meine.

Mir fällt auf das ich fast gar nicht über mein Geschäft schreibe und was da alles gehen soll.
Nein. Ich bin sehr froh darüber. Das Geschäft. Ich habe ein Hängerprotokoll. Also immer wenn ich einen Hänger habe im Geschäft – schreibe ich den Hänger auf. Das es einen gibt erst mal und was dann kommen will. So komme ich immer wieder ein Stück weiter. Hänger für Hänger. Das langt.

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Fremdwörtern französischer Abstammung hab' ich auch so meine Probleme.

"Rendezvous"

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