Montag, 03.09.2012 KG

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Eigentlich wollte ich heute Abend wieder Fahrrad fahren, war dazu aber nicht mehr in der Lage. Ich bin total kaputt und meine Beine tun mächtig weh. Von oben bis unten sozusagen, beide Oberschenkel, Kniekehlen und die Waden. Als ich nach Hause gekommen bin, wollte ich mich nur kurz etwas hinlegen. Nach rund 1,5 Stunden wurde ich dann wieder wach. Den Rest des Abends habe ich (bis auf wenige Ausnahmen) bequem sitzend im Sessel vor dem Fernseher verbracht. Die heutige KG fand ich mächtig anstrengend, insbesondere für die Beine.

Direkt zu Beginn hat sich eine sehr gute Situation ergeben. Meine Physiotherapeutin kennt meine Probleme (bezüglich des Gleichgewichts), die ich mit dem großen Gymnastikball habe. Weil sie für heute jedoch "ähnliche" Übungen eingeplant hatte, die man sonst meistens auf diesem Ball durchführt, kam sie zur Erleichterung für mich mit einem großen "Würfel" an (von der Größe her sehr identisch mit dem Gymnastikball). Diesen Würfel kannte ich bisher nur von ein paar Übungen, die wir auf dem Rücken liegend auf der Liege durchgeführt hatten. Dort bekam ich diesen Würfel dann unter die Beine gelegt, so dass der Rücken völlig gerade auf der Liege lag und von dort aus dann verschiedene Bewegungen (mit dem Oberkörper etwas hochkommen). 

Heute lag nun die große Gymnastikmatte, auf der wir dort immer KG machen, bereits auf dem Boden, mittig darauf dieser Würfel. Ich sollte mich dann mit Bauch und Hüfte auf den Würfel legen (mit den Armen davor etwas abstützen). Ich weiß auch nicht, irgendwie habe ich mir diesen Würfel viel stabiler und schwerer vorgestellt. Ich kam dann mit etwas zu viel Schwung auf diesem Würfel an, zog ihn mit mir und warf ihn um (auf dem Bauch liegend, mit dem Kopf voran). Bevor ich mitsamt dem Würfel noch eine "Rolle vorwärts" mache (es hat wirklich nicht mehr viel gefehlt...!!), nahm ich die Hände und versuchte, mich so gut es geht auf dem Boden bzw. auf der Matte abzufangen. Meine Therapeutin kniete dabei auf dem Boden neben mir. Mit einer so schnellen, hektischen Bewegung hat sie in diesem Moment nicht gerechnet und sie brach total in lautes Lachen aus, bekam einen kleinen Lachanfall. Das war Situationskomik vom Feinsten. Ich musste dann natürlich auch mitlachen. Es muss aber auch ein Bild für die Götter gewesen sein, wie ich diesen Würfel "mitgerissen" habe und wie ich schließlich dort "hing", als ich zum Stillstand gekommen bin. Ja, durch diese Situation fing die heutige KG auf jeden Fall total locker und lustig an.

Nachdem wir uns beide dann wieder "beruhigt" hatten, ging die richtige, die ernsthafte KG dann los. Zunächst dann halt mit Bauch und Hüfte auf dem Ball liegen, mit den Händen vorne etwas abstützen. Die Beine gestreckt, die Füße, also die Zehe auf dem Boden. Dann erst nur mit dem rechten Bein gestreckt nach oben, bis Bein und Oberkörper eine Waagerechte bilden, 10 Mal. Dabei musste mir meine Therapeutin etwas helfen, weil ich das Bein (später auch die andere Seite) nicht ganz bis zur Waagerechten hoch bekam. Dann halt 10 Mal mit dem linken Bein gestreckt hoch. Dann das rechte Bein wieder hoch, Oberschenkel oben halten (dabei musste sie mir helfen, sie hielt ihre Hand leicht unter meinem Knie) und mit der Ferse Richtung Po und wieder strecken, ebenfalls 10 Mal. Anschließend mit links 10 Mal. Dann ein Stück weiter auf den Würfel (etwas nach vorne rutschen) und mit beiden Beinen gestreckt nach oben. Alles in allem gingen diese Bewegungsabläufe auch mächtig in den unteren Rücken, in den LWS-Bereich.

Dann blieben die Beine auf dem Boden, dafür die Arme anheben, gestreckt zu den Seiten und dann gestreckt so weit wie möglich nach hinten (Schulterblätter zusammen) und wieder gerade zu den Seiten (Schulterhöhe), ebenfalls 10 Mal. Die nächste Übung klappte dann mal wieder nicht. Die Arme gestreckt nach vorne, also oben nehmen. Ich kam mal wieder nur bis zur Diagonalen. Meine Therapeutin drückte sie hoch (bis in Ohr-Höhe), aber sobald sie losließ, waren die Arme wieder unten, wie von einem Gummiband gezogen "schießen" sie sofort wieder runter. 

Dann hat sie etwas improvisiert. Die Arme wieder seitlich (Schulterhöhe) und von dort nach hinten, also mit den Händen Richtung Po und wieder zurück zu den Seiten, ebenfalls 10 Mal.

Danach ging es dann auf der Matte, auf dem Rücken liegend weiter. Zunächst nur die Grundhaltung, also Beine aufstellen, Fersen runter drücken, Becken vor, Bauch anspannen, Rücken runter, Arme neben den Körper, Daumen nach außen, Schultern runter drücken. 3 Mal diese Grundspannung (jedes Mal etwas halten, dann wieder lockern). So weit, so gut. Dann sollte ich gleichzeitig den Kopf leicht anheben, mit dem Kinn leicht runter Richtung Brust. In dem Moment war es bei mir aus, mein Rücken ging sofort ein Stück vom Boden hoch. Meine Therapeutin ging dann mit ihrer Hand unter meinen Rücken und "erinnerte" mich immer wieder an die dortige Spannung. Das war echt schwer. Sobald ich den Rücken runter drückte (auf ihre Hand sozusagen), ging mein Kopf wieder runter in den Nacken. Wenn ich den Kopf anhob, nach vorne nahm, ging der Rücken hoch. Dieses "Spielchen" hat sich mehrmals wiederholt. Ich fand das schwer, beides (Rücken und Kopf) gleichzeitig unter Kontrolle zu halten. 

Dann blieb es bei dieser Grundhaltung, jedoch ein Bein strecken (das andere blieb aufgestellt), Zehe Richtung Schienbein und das gestreckte Bein etwas anheben, 3 mal mit rechts, 3 mal mit links.

Danach wieder beide aufstellen, Becken vor und hoch zur Brücke. Dieses Mal 30 Mal (also mit jedem Bein 15 Mal) auf der Stelle laufen. Bis 20 ging es noch einigermaßen (das haben wir sonst immer gemacht), aber die letzten 10 fielen mir dann immer schwerer. Nach kurzer Pause nochmals 30 Schritte. Mein Oberkörper ging dabei immer wieder ein ganzes Stück nach unten, sie erinnerte mich hin und wieder zwar daran, dann ging ich wieder ein Stückchen höher, aber letztendlich war ich so auf die Schritte konzentriert (das Anheben der Beine fiel mir von Schritt zu Schritt schwerer), so dass ich mich gar nicht mehr auf den Oberkörper, auf das Becken konzentrieren konnte, das schließlich immer mehr Richtung Boden ging. 

Als Abschluss dann nochmals 2 Durchgänge jeweils 30 Mal hoch zur Brücke. Mit jedem Mal wurde das Ziehen in den Oberschenkeln und Kniekehlen intensiver. Danach hatte ich dann totale "Gummibeine". 

Zwischendurch haben wir uns etwas über das Training beim PT unterhalten. Sie fragt mich meistens, wie das so läuft, welche Übungen wir dabei machen. Ich habe ihr dann von meiner "Problem-Übung" (aus dem Vier-Füßler-Stand) erzählt. Sie wusste, welche ich meine, das haben wir bei ihr auch bereits geübt bzw. versucht. Sie meinte direkt, ich solle mich damit nicht unter Druck setzen, ich habe im ganzen (auch bei ihrem Training) schon so viele Erfolge gehabt, bin seitdem ich bei ihr in Behandlung bin (seit Dezember 2011) bei mehreren Übungen schon deutlich besser geworden, das andere, also die andere Übung wird mit der Zeit dann auch kommen (das Training, der Muskelaufbau geht ja schließlich immer weiter). Ich hoffe, dass sie Recht hat, im Moment traue ich mir diese Übung wirklich noch nicht zu.

TitelAutorDatumBesucher
Do. 12.12.2019PetraM13/12/2019 - 03:2616
Mi. 11.12.2019PetraM12/12/2019 - 03:04106
Di. 10.12.2019PetraM11/12/2019 - 09:24129
Mo. 09.12.2019PetraM10/12/2019 - 09:03148
So. 08.12.2019PetraM09/12/2019 - 09:03144
Sa. 07.12.2019PetraM08/12/2019 - 15:22133
Fr. 06.12.2019 (Nikolaus)PetraM07/12/2019 - 13:48172
Do. 05.12.2019PetraM06/12/2019 - 08:30179
Mi. 04.12.2019PetraM05/12/2019 - 09:01240
Di. 03.12.2019PetraM04/12/2019 - 09:09212
Mo. 02.12.2019PetraM03/12/2019 - 09:09237
So. 01.12.2019PetraM02/12/2019 - 04:51230
Sa. 30.11.2019PetraM01/12/2019 - 07:51242
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Do. 28.11.2019PetraM29/11/2019 - 08:58212
Mi. 27.11.2019PetraM28/11/2019 - 08:59266
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Mo. 25.11.2019PetraM26/11/2019 - 08:46265
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Do. 21.11.2019PetraM22/11/2019 - 08:59277
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Mo. 18.11.2019PetraM19/11/2019 - 09:00260
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