Mittwoch, 12.09.2012 KG + PT

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Heute war nicht ganz so mein Tag, um es "diskret" zu formulieren. Ich stecke im Moment in einer mächtigen Flaute. Mit den Depressionen aus den letzten Jahren würde ich das allerdings nicht vergleichen, so intensiv ist es bei Weitem nicht. In den letzten Jahren hatte ich ja Schmerzen ohne Ende und dadurch auch sehr große Zukunftsängste, wusste zum Teil nicht, wie ich mein Leben mit diesen Schmerzen auf Dauer im Griff behalten soll, was mich seelisch immer mehr runter gezogen hat. Von dieser Situation bin ich im Moment allerdings "meilenweit" entfernt. Und im Gegensatz zu den letzten Jahren bin ich zur Zeit auch weiterhin (inzwischen schon seit mehreren Wochen) so gut wie ganz schmerzfrei (auch zur Zeit eine völlige Schmerzfreiheit).

Ich würde die jetzige Situation deswegen eher als "Flaute" bezeichnen. Gerade nach den Depressionen setze ich die Erwartungen in mich selber sehr hoch. Ich will irgendwie allen (auch mir selber) "beweisen", dass ich wieder gesund bin, dass ich mein Leben soweit (oder zumindest weitestgehend) wieder im Griff habe. Allerdings, umso höher man die Erwartungen an sich selber stellt (in seinen Leistungen 100, oder besser noch "1.000" Prozentig zu sein), umso mehr fühlt man sich von den Anderen "beobachtet", ob man diese Erwartung dann auch wirklich erfüllt. Ja, und umso besser man selber sein will (Nicht zu vergessen "Nobody is perfect", auch ich nicht), umso eher übersieht man dann erst recht Sachen und macht Fehler, die mich dann regelrecht "schwarz" ärgern. Diese Fehler ziehen mich dann kurzzeitig wieder etwas runter, weil sie nicht hätten passieren müssen. Ja, und in so einer Flaute befinde ich mich gerade. Jetzt heißt es im Prinzip zu "lernen", dass man alles gut auf die Reihe bekommt, ohne dabei "1.000" Prozentig zu sein, ohne unbedingt alle Erwartungen zu erfüllen und es halt auch zu "akzeptieren", dass hin und wieder auch mal ein Fehler passieren kann (den man vorher nicht immer einplanen kann).Im Moment mache ich mir das Leben deswegen zeitweise selber unnötig etwas schwerer, als es eigentlich sein müsste. Aber ich hoffe, dass ich schnellstmöglich auch aus dieser Flaute wieder raus komme (ohne mich zusätzlich unter Druck zu setzen).

Heute Nachmittag hatte ich dann zunächst KG. Dieses Mal lag ich bei allen Übungen auf dem Rücken, immer die Grundspannung, die Beine aufstellen, die Arme neben dem Körper legen und mit dem Kopf hoch kommen (mit dem Kinn Richtung Brust). Nach der "allgemeinen Grundspannung" folgten dann verschiedene Übungen, mit dem Oberkörper hoch kommen, mal mit der rechten Hand vor das linke Bein drücken, dann andere Seite, anschließend mit beiden Händen vor den Beinen gleichzeitig. Dann jeweils die Beine (erst im Wechsel, dann gleichzeitig) Richtung Brust anziehen und ebenfalls mit den Händen den Gegendruck vors Bein erzeugen. Nach diesem Schema folgten noch weitere Bewegungsabläufe. Am heftigsten habe ich das Ziehen, also die Anspannung dabei im Nacken gemerkt. 

Die anschließende Massage war dann ganz gut, genauso wie in der letzten Woche Oberschenkel und Knie und natürlich Rücken. Dieses Mal sind wir dabei auf das PT zu sprechen gekommen, was ich ja anschließend noch hatte, auf das PT im Allgemeinen (wir haben über Übungen gesprochen, die wir im Rahmen der KG wahrscheinlich niemals durchführen werden) und auch über meinen Trainer, wie ich überhaupt zu diesem Training gekommen bin und wie ich dann meinen Trainer kennengelernt habe (darauf werde ich hier jedoch nicht im Detail eingehen, diese Gedanken werde ich weiterhin für mich behalten). Durch dieses Gespräch verging die Zeit während der Massage dann wie im Flug.

Anschließend bin ich dann etwas durch die Stadt gebummelt, bevor es dann mit dem PT-Training weiter ging. Auf alles kann ich heute nicht mehr im Detail eingehen, dafür ist es schon zu spät. Wir haben auf jeden Fall mehrere Hantel-Übungen durchgeführt, die mir zum Teil sehr schwer gefallen sind. Teilweise habe ich es im unteren Rücken heftig gemerkt, bei anderen Übungen (insbesondere im Ausfallschritt) verstärkt in den Oberschenkeln und bei der letzten Übung in den Händen, in den Fingern, die ich immer mehr verkrampft habe, ich konnte die Hanteln zum Schluss hin kaum noch halten. 

Dann kamen natürlich auch mal wieder die Unterarm-Liegestütze auf dem Kasten, dieses Mal in der Variante, die Knie zum gegengleichen Arm anzuziehen. Danach habe ich dann mal wieder gemerkt, dass man mit ihm wirklich völlig locker reden kann, dass man keine "Angst", also keine Hemmungen haben muss, ihn auf Fragen oder Probleme anzusprechen, wenn man bei einer Übung etwas nicht richtig verstanden hat. Letzte Woche sollte ich dabei ja das Becken nach vorne kippen, was nicht so richtig geklappt hat. Heute habe ich es einigermaßen versucht und sollte "stattdessen" wieder etwas höher gehen (was ich in diesem Moment "sinngemäß" nicht richtig verstanden habe, Entweder - Oder). Er hat mir dann aber sofort den Unterschied (was er meinte) erklärt, dass meine Spannung (insbesondere im Bauch) nicht richtig war, deswegen hing ich zu tief durch und sollte höher kommen, das hatte im Prinzip nichts mit dem Becken zu tun. 

Zum Abschluss folgte noch eine Übung auf dem Rücken liegend, ein Bein aufstellen, mit dem gestreckten Bein gerade hoch, gleichzeitig mit dem Oberkörper so hoch wie möglich kommen. Damit hatte ich heute mal wieder Schwierigkeiten. Zum einen nahm ich (wie zuvor bei der KG) den Kopf immer wieder runter, mit dem Kinn Richtung Brust (bei ihm soll der Kopf aber immer gerade bleiben, mit dem Blick Richtung Decke), darauf sprach er mich einige Male an. Dann nahm ich den Schwung auch mal wieder aus dem Kopf heraus, ging mit dem Kopf voran hoch (diese Übung soll natürlich für die Bauchmuskeln sein, der Kopf dabei ruhig bleiben). Außerdem musste ich heute auch mal wieder mit dem geraden Rücken dabei kämpfen, den ich nicht wirklich halten konnte, ich ging immer wieder ins Hohlkreuz. 

Als er mir zum Abschluss dann ankündigte, dass er am Freitag die Waage mitbringen würde, da fing ich direkt an zu "protestieren". Er sah es als Motivation an, um mir zu helfen, aus der Flaute wieder raus zu kommen, für mich würde es jedoch eher das Gegenteil bedeuten..... Bei den letzten "Kontrollen" (mit dieser Waage) war ich immer über 80 Kg und ich habe mir fest vorgenommen, bei dem nächsten Test mit dieser Waage endlich unter 80 zu bleiben. Bei meiner derzeitigen Flaute (kaum noch Fahrrad fahren, am letzten Sonntag waren wir "deftig" Essen, um den Tisch für nächsten Sonntag vorzubestellen, am Montag und Dienstag morgen habe ich auf der Arbeit Schokolade gegessen und nächsten Sonntag gehen wir dann halt mit der Familie Essen) finde ich es dann höchstens noch deprimierend, wenn sich darauf weiterhin kein Erfolg einstellt (was derzeit halt nicht möglich ist). Ich will jetzt lieber den Sonntag "abwarten" (das Essen gehen) und ab Montag einen "neuen" Diät-Start (nach der kleinen Unterbrechung) starten, auch wieder regelmäßig Fahrrad fahren. Ich habe dann etwas mit ihm "gefeilscht", dass wir die nächste Kontrolle dann in ungefähr 2 Wochen durchführen werden, wenn ich dann hoffentlich wieder unter der 80 bin (jetzt sehe ich darin wirklich keinen Sinn).

TitelAutorDatumBesucher
So. 15.09.2019PetraM17/09/2019 - 02:375
Sa. 14.09.2019PetraM17/09/2019 - 02:358
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