Freitag, 28.06.2013

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Heute ging es mir wieder etwas besser als gestern. Die Halsschmerzen gingen im Laufe des Tages immer mehr weg (ich habe auch einige Tabletten gelutscht), bis sie am späten Nachmittag dann zum Glück wieder ganz weg waren. Die letzte Nacht war ganz schrecklich. Ich konnte kaum schlafen. Wegen der Halsschmerzen hatte ich ständig das Gefühl, dass mein Hals zu gehen würde, dass ich keine Luft bekommen würde. Das ist bei mir ganz typisch, deswegen hasse ich Halsschmerzen ja so sehr. Letztendlich habe ich auf 4 Kissen geschlafen, fast schon im Sitzen, nicht lange am Stück, ich bin immer wieder "schubweise" eingeschlafen. Ganz schrecklich. 

Heute setzte dafür der große Schnupfen ein. Meine Nase läuft zum Teil wie ein Wasserhahn. Sie ist schon ganz rot, ich komme mit dem Eincremen kaum noch nach. Heute Mittag waren wir erstmal Einkaufen, insbesondere neue Tempos holen. Erst hatte ich dann überlegt, ob ich gegen Abend noch etwas Fahrradfahren solle, aber dazu konnte ich mich überhaupt nicht aufraffen. Zum einen fühle ich mich von der Erkältung eh etwas "gerädert" und wenn die Nase dabei dann ständig läuft, das nervt dann einfach nur. Aber morgen Mittag habe ich ja eh wieder Training, ab nächster Woche will ich sportmäßig dann wieder richtig einsteigen (sobald der Schnupfen wieder nachlässt). 

Heute Mittag beim Einkaufen habe ich mir erstmal etwas Neues gegönnt. Wir haben in der Küche ein "Unterbau-Radio" unter dem Schrank. Wenn mein Freund Spätschicht hat und ich spüle, dann mache ich im Hintergrund gerne etwas Musik an (nicht immer, aber sehr häufig). Oft ist es dann so, dass gerade nichts gescheites läuft. Dann hole ich mir immer meinen CD-Player. In jedem Zimmer haben wir 2 Steckdosen, an denen wir Mehrfachsteckdosen angeschlossen haben (deswegen haben wir hier auch des Öfteren einen "Kurzen"). In der Küche sind alle Steckdosen belegt. Kühlschrank, Tiefkühlschrank, Spülmaschine, Mikrowelle, Kaffeemaschine, 2 Lampen und halt das Unterbau-Radio. Den CD-Player schließe ich dann immer in der Diele an mit einem Verlängerungskabel bis in die Küche. Das ist immer eine sehr schöne "Stolperfalle". 

Seit ein paar Monaten wünsche ich mir deswegen ein neues Unterbau-Radio einschließlich CD-Player. Wegen meiner Erkältung wollte mir mein Freund (dem es etwas besser geht, aber gesund ist er auch noch nicht) was Gutes tun. Zum einen hat er mir Blumen geschenkt, worüber ich mich sehr gefreut habe. Ja, und dann sind wir losgezogen und haben so ein neues Unterbau-Radio geholt. Ich wusste gar nicht, dass es so schwer ist, so ein Teil zu bekommen. Das wird kaum noch hergestellt, die Nachfrage danach ist inzwischen so gering. Wir waren in mehreren Geschäften und sind schließlich fündig geworden, für 99 Euro einschließlich Anschluss für MP3-Player. Darüber habe ich mich wirklich sehr gefreut. Ich hoffe, dass ich damit dann klar komme (was die Bedienung betrifft). Sobald es meinem Freund dann wieder so richtig gut geht (wahrscheinlich in der nächsten Woche), will er es in der Küche dann montieren. 

Zum Glück haben wir ja noch 2 Wochen Urlaub vor uns, bevor wir wieder Arbeiten müssen (und haben in dieser Zeit auch noch ein paar schöne Ausflüge geplant). Bezüglich der Runtergruppierung auf der Arbeit ist mir noch eine Situation aus der Schulzeit eingefallen, wo ich ebenfalls "Runtergestuft" worden bin, was ebenfalls für alle nicht "normal" gewesen ist.

Ich habe ja von Kindheit an Probleme mit Mathe, kann absolut kein Kopfrechnen. Meine Mutter hat deswegen (und wegen dem fehlenden Selbstbewusstsein) ja schon oft genug aus Scherz gesagt, dass ich als Kind "vertauscht" worden sein muss. In meiner Familie sind fast alle "Mathe-Genies". Mein Opa konnte super gut Kopfrechnen, auch mit den größten Zahlen. Für meinen Vater war Mathe immer so eine Art Hobby und meine Mutter hat Einzelhandelskauffrau gelernt und war anschließend rund 5 Jahre, bis zu meiner Geburt (1969), in der Buchhaltung tätig (damals fast alles mit dem Kopf, Taschenrechner so wie heute gab es damals ja noch nicht). Als ich dann in die Schule kam, fing sie wieder an zu Arbeiten, bis vor 3 Jahren, bis sie in Rente ging, fast immer an der Kasse. Zahlenmäßig kann ihr keiner was vormachen.

Ja, und dann kam ich...... Von der Grundschule an hatte ich damit Probleme, bekam von Anfang an von  meinem Vater regelmäßig Nachhilfe. Kopfrechnen geht bei mir gar nicht (dafür nehme ich bis heute die Finger zu Hilfe) und das kleine "1 x 1" kann ich bis heute nicht richtig. Das hat mein Vater immer und immer wieder mit mir geübt und trotzdem habe ich die höheren Zahlen immer wieder sehr schnell vergessen. Meine Mutter hat mit mir früher sehr viele Zahlen-Spiele gemacht, unter anderem Kniffel, damit ich lerne, möglichst schnell die Würfel, die Punkte zu zählen. Aber wirklich viel hat es nicht gebracht. Um die Schulzeit zu "überstehen" hat mein Vater mir dann ja schon in der Grundschule einen ganz kleinen Taschenrechner geschenkt (den wir damals noch gar nicht benutzen durften), den ich immer heimlich benutzt habe. Das ist niemals aufgefallen, während der ganzen Schulzeit nicht. Ich war ja immer die Ruhige und Stille, die hinten "versteckt" in der letzten Reihe saß. Die Lehrer haben in all den Jahren immer nur auf die "Störenfriede" geachtet, dass sie nicht voneinander abschreiben. Dass ich so einen kleinen Taschenrechner habe, damit hatte nie einer gerechnet. 

Durch die regelmäßig Nachhilfe meines Vaters bin ich über viele Jahre in der Schule gut mitgekommen. Vor jeder Klassenarbeit haben wir abends und an den Wochenenden "gepaukt" ohne Ende. In der Grundschule lief es super. Ebenso in der Realschule. 

In der Gesamtschule gibt es für Deutsch, Englisch und Mathe für jede Klasse zwei Kurse, dafür werden immer zwei Klassen zusammen gelegt. Nur für diese drei Fächer. Den E-Kurs und den G-Kurs. Der E-Kurs (Erweiterungskurs) war meistens größer, dort ging es lernmäßig ziemlich schnell voran, das war vergleichbar mit der Realschule oder dem Gymnasium. Der G-Kurs (Grundkurs) war immer kleiner, dort ging es deutlich langsamer voran, vergleichbar mit der Hauptschule. 

Als ich in die Gesamtschule kam, wurde ich kurz getestet, in welche Kurse ich eingestuft werden könne. Meine Probleme in Englisch fielen natürlich sofort auf, dass mir viele wichtige Vokabeln fehlten, dort kam ich in den G-Kurs (und blieb dort auch bis zum Schulende, einschließlich meiner privaten Nachhilfestunden). Mit Deutsch hatte ich keine Probleme, sollte einen kurzen Aufsatz, die Wiedergabe einer kleinen Geschichte schreiben, die mir ein Lehrer vorgelesen hat. Absolut gar kein Problem. Ich merkte mir (mit vielen "Eselsbrücken") sofort viele Einzelheiten (in meinem Kopf lief ein kleiner "Film" ab) und gab einen ausführlichen und fast fehlerfreien Aufsatz ab (ein paar kleine Fehler, auch Komma-Fehler, haben sich dort eingeschlichen). In Deutsch kam ich dann in den E-Kurs und blieb dort auch bis zuletzt. 

In Mathe musste ich keinen Test machen. Durch die Nachhilfe meines Vaters fiel mir der Übergang in die Gesamtschule relativ leicht, also zumindest in Mathe, dabei kam ich von Anfang an relativ gut mit. Darin kam ich dann in den E-Kurs, der ja auch der Realschule entsprach. 

Bis zur 9. Klasse lief es relativ gut. Es gab mal Höhen und auch Tiefen, aber ich habe mich von Klassenarbeit zu Klassenarbeit immer wieder "durchgeboxt". In der 9. Klasse war Bankkauffrau mein absoluter Lieblingsberuf (aber letztendlich bin ich ja eine "normale" Bürokauffrau geworden). Meine Mutter hatte damals bei der Deutschen Bank ein Konto und sprach mit einer Angestellten über mein bevorstehendes Praktikum. Zu der Zeit, als unser Praktikum (über zwei Wochen) war, gab es dort noch keine Praktikantin. Ich stellte mich dort dann vor und bekam dafür eine Zusage. Das war eine sehr schöne Zeit, ich habe mich dort sehr wohl gefühlt, es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich habe nur positive Erinnerungen an diese Zeit. 

Ja, aber nach dem Praktikum verschlechterten sich dann meine Mathe-Noten. Zuerst lernten wir den einfachen "Kettensatz", womit ich sehr gut klargekommen bin. Nach dem Motto, "X = 100 %, wenn 50 DM = 150 %" . Das war gar kein Problem, auf diese Art und Weise löste ich sämtliche Aufgaben. Aber dann kamen die "Dreisätze", die immer komplizierter geworden sind. Ja, und dann verließen sie mich..... 

Ich konnte nicht so um die Ecke denken. Mein Vater ist an mir bald verzweifelt, er schrie mich bei der Nachhilfe schließlich nur noch an (und ich war dabei nur noch am weinen). Ich konnte das nicht, das war zu hoch für mich. Dann kam die nächste Klassenarbeit. Bis dahin habe ich in Mathe meistens zweien oder dreien geschrieben, aber dann folgte die erste 5. Mehrere Aufgaben konnte ich mittels Kettensatz lösen. Da die Ergebnisse dadurch immerhin richtig waren, hatte meine Lehrerin "erbarmen" und gab mir eine 5, statt einer 6. Da ich keine einzige Aufgabe mittels Dreisatz gelöst hatte, hätte sie mir eigentlich am liebsten eine 6 gegeben.

Mein Vater ist total ausgerastet. Das gab Ärger ohne Ende. Er schrie mich nicht nur an, es gab auch so einige Schläge (meine Mutter hat mehrmals versucht dazwischen zu gehen). Das war die einzigste 5 in Mathe während meiner ganzen Schulzeit. Mein Vater meinte dann, dass ich aufgrund meines Berufswunsches, also der Bankkaufrau, unbedingt wieder bessere Noten brauche (was auch ganz logisch ist). Er meinte dann, dass der E-Kurs für mich zu schwer, zu schnell wäre, der G-Kurs wäre doch viel besser geeignet. Er ging dann zu meiner Lehrerin und sprach mit ihr, hat offiziell meine Versetzung in den G-Kurs beantragt.

Meine Lehrerin war davon alles andere als begeistert. So eine Versetzung erfolgte zum einen eigentlich nie mitten während eines Schuljahres. Eigentlich blieb ein Schüler immer in dem Kurs, in den er "gesteckt" worden ist. Wenn überhaupt konnten die Lehrer (auch mittels einer "Lehrerkonferenz") bei Problemen darüber entscheiden, wenn ein Schüler in einen anderen Kurs versetzt werden sollte. Wenn einer z. B. in Deutsch oder Englisch im G-Kurs immer besser geworden ist (wir wurden ja schließlich alle immer älter und reifer), dann wurde man schon mal hochgestuft, kam dann in den E-Kurs. Aber dass ein Schüler bei Problemen, wenn eine Klassenarbeit daneben gegangen ist, in den G-Kurs kommt, das war absolut unüblich. 

Meine Lehrerin bot noch an, sich mit mir zusammen zu setzen, mit mir die wichtigsten Punkte (von diesem Dreisatz) nochmals durchzusprechen, aber mein Vater blockte völlig ab. Das hätte keinen Sinn, die Zeit könne sie sich sparen, das würde bei mir eh nichts bringen. Mein Vater konnte sehr hartnäckig sein und sehr gut reden. Meine Lehrerin kam gegen ihn nicht an und gab schließlich auf. Nach wenigen Wochen (nicht von heute auf morgen) wurde ich dann mitten in der 9. Klasse in den G-Kurs versetzt. Meine Klasse war darüber total erstaunt, damit hatte keiner gerechnet und mehrere Mitschüler boten mir sofort an, dass wir demnächst die Hausaufgaben zusammen machen könnten, zusammen lernen könnten. Aber ich hatte ja schon mehr als genug Nachhilfe, das wurde mir dann einfach alles zuviel, dabei habe ich dann abgeblockt. 

Im G-Kurs kam ich dann wirklich viel besser mit, schrieb wieder bessere Noten (zu anderen Bereichen, nicht mehr zum Thema Dreisatz), so dass ich in der 10. Klasse auf dem Abschlusszeugnis, obwohl ich weiterhin super still gewesen bin und mich mündlich nie am Unterricht beteiligt habe, in Mathe eine 3 bekam. In Deutsch im E-Kurs habe ich mit einer 2 abgeschlossen (fürs mündliche bekam ich eine 3, immerhin hatten wir Deutsch ja bei meiner Klassenlehrerin, die mich von den Klassenfahrten her auch im Reden sehr gut kannte, und fürs schriftliche bekam ich eine 2, ebenfalls im Abschlusszeugnis von der anschließenden Höheren Handelsschule) und im G-Kurs in Englisch mit einer 3 (so dass sich die viele Nachhilfe immerhin "gelohnt" hat). 

 

TitelAutorDatumBesucher
Dienstag, 10. Juni 2014PetraM11/06/2014 - 05:16167
Montag, 09. Juni 2014 (Pfingsten)PetraM10/06/2014 - 03:1875
Sonntag, 08. Juni 2014 (Sport)PetraM09/06/2014 - 05:0484
Samstag, 07. Juni 2014PetraM08/06/2014 - 04:5494
Freitag, 06. Juni 2014 PetraM07/06/2014 - 06:3485
Donnerstag, 05. Juni 2014 PetraM06/06/2014 - 04:23112
Mittwoch, 04. Juni 2014 (Sport)PetraM05/06/2014 - 15:48134
Dienstag, 03.06.2014PetraM04/06/2014 - 13:39109
Montag, 02.06.2014 (KG)PetraM03/06/2014 - 04:27120
Sonntag, 01.06.2014 (Sport)PetraM02/06/2014 - 04:10121
Samstag, 31.05.2014 PetraM01/06/2014 - 11:47118
Freitag, 30.05.2014 PetraM31/05/2014 - 12:30107
Donnerstag, 29.05.2014 (Feiertag)PetraM30/05/2014 - 02:08135
Mittwoch, 28.05.2014 PetraM29/05/2014 - 11:32128
Dienstag, 27.05.2014 PetraM28/05/2014 - 02:32124
Montag, 26.05.2014 (KG)PetraM27/05/2014 - 02:36109
Sonntag, 25.05.2014 (Training)PetraM26/05/2014 - 02:5398
Samstag, 24.05.2014 PetraM25/05/2014 - 10:19111
Freitag, 23.05.2014 PetraM24/05/2014 - 11:2780
Donnerstag, 22.05.2014 PetraM23/05/2014 - 02:2085
Mittwoch, 21.05.2014 (Training)PetraM22/05/2014 - 02:36125
Dienstag, 20.05.2014 PetraM21/05/2014 - 02:50121
Montag, 19.05.2014 (Massage)PetraM20/05/2014 - 02:06136
Sonntag, 18.05.2014 (Training)PetraM19/05/2014 - 02:21111
Samstag, 17.05.2014PetraM18/05/2014 - 10:32100
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