Freitag, 02.11.2012 Museum und Musik

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Der heutige Tag war im großen und ganzen ganz schön. Heute Mittag im Museum war es total klasse, der Abend war jedoch etwas anders, als ich gedacht habe. Mir ging es soweit auch ganz gut. Die Nervosität habe ich zwar noch nicht wieder so ganz unter Kontrolle, aber mir geht es dennoch schon wesentlich besser, im Vergleich zu den letzten Wochen bin ich schon deutlich ruhiger geworden. Jetzt muss ich nächste Woche erstmal noch die nächsten "seelischen Hürden" nehmen. 

Ursprünglich hatte ich diesen Urlaub bis einschließlich Dienstag eingeplant, genug Urlaubstage hätte ich dafür auf jeden Fall noch gehabt. Auf der Arbeit haben wir allerdings am Montag und Dienstag eine interne Schulung, es ist anscheinend eine neue "Din-Norm" rausgekommen, wovon ich gar nichts mitbekommen habe, die hat irgendwas mit Briefen und Rechtschreibung zu tun. Darin sollen wir dann halt geschult werden, um uns zukünftig an diese neuen Regelungen halten zu können. Grundsätzlich finde ich das interessant, da ich mich ja auch privat mit Briefen (also viel Schreiben) beschäftige. Deswegen habe ich meinen Urlaub direkt von mir aus "verkürzt". Zum einen hätte ich Montag und Dienstag mit Sicherheit nicht mehr genehmigt bekommen (darüber bin ich mir ziemlich sicher) und wie gesagt, es interessiert mich selber ja schließlich auch. 

Allerdings ist das für mich trotzdem schon ein bisschen "komisch", bis jetzt war es immer so, dass ich mich nach "Abwesenheit", egal ob Urlaub, Krankheit oder sonstiges immer zunächst etwas in mein Zimmer "verkrochen" habe, erstmal seelisch wieder richtig "ankommen" und dann nach und nach mit den Kollegen wieder in Kontakt treten. Ja, aber dieses "Verkriechen" und dann nach und nach mit den anderen in Kontakt zu kommen, mit manchen mehr, mit anderen weniger, das ist durch diese Schulung dieses Mal nicht möglich, da diese Schulung am Montag direkt morgens beginnt und bis zum späten Nachmittag geht. Daran werden dann ja alle aus meiner Abteilung teilnehmen. 

Deswegen weiß ich auch noch nicht, ob ich am Montag die KG überhaupt schaffen werde, aber das habe ich meiner Therapeutin bereits gesagt. Offiziell soll die Schulung am Montag bis 16.30 Uhr gehen, da ich jedoch bereits um 17.35 Uhr KG habe und nicht weiß, ob ich dann überhaupt den Zug schaffen werde (je nachdem, wie pünktlich wir dort aufhören), weiß ich halt noch nicht, ob ich diesen Termin dann überhaupt schaffen werde. Ganz absagen wollte ich diesen Termin jedoch nicht, wenn ich es dann doch schaffe, bin ich ja froh, wenn ich noch ein bisschen Bewegung habe, gerade, wenn ich während der Schulung so lange Zeit ruhig sitzen bleiben musste, dann sind bei mir eh leichte Rückenschmerzen schon wieder "vorprogrammiert", die ich mit Bewegung jedoch wieder in Griff bekommen werde. 

Ja, und dann die nächste "seelische Hürde" steht mir dann ja am Donnerstag bevor, wenn ich endlich mit der Wassergymnastik und dem Schwimmen wieder beginnen möchte. Nachdem ich jetzt über ein Jahr nicht mehr im Wasser war (Mitte Oktober habe ich im früheren Institut mit der Wassergymnastik und dem Schwimmen aufgehört, weil ich mit dem damaligen Physiotherapeuten, der zu der Zeit die Gruppe geleitet hat, absolut nicht klargekommen bin), freue ich mich jetzt sogar schon darauf, endlich mal wieder Schwimmen zu gehen, mich im Wasser bewegen zu können. Das tut mir halt immer gut. Und bezüglich der Wassergymnastik, also welche Übungen dabei genau auf mich zukommen, lasse ich mich einfach mal überraschen, ganz genauso, was die Gruppe an sich betrifft. Wenn ich diese "erste seelische Hürde" dann geschafft habe, also erstmal wieder unter "fremden" Menschen war, dann fällt es mir beim zweiten Mal auch leichter. Das hatte auch schon die Seminarleiterin gesagt, das erste Mal, der erste Schritt ist immer der schwerste und wenn man den dann erstmal geschafft hat, fallen die nächsten umso leichter. Ja, und das will ich am Donnerstag dann endlich in Angriff nehmen und es nicht mehr weiter vor mir herschieben. Machen möchte ich es ja eh und da bringt es ja nichts, wenn ich es immer weiter vor mir herschiebe. 

Körperlich ging es mir heute relativ gut. Die Oberarme habe ich zeitweise zwar etwas gemerkt, aber der Muskelkater, mit dem ich dort gerechnet hatte, der ist zum Glück ausgeblieben. Dafür habe ich auch heute beim Laufen die Kniekehlen wieder deutlich gemerkt, ein kräftiges Ziehen, das mächtig in die Oberschenkel hochzieht. Aber immerhin habe ich den Rücken so gut wie gar nicht gemerkt (oder vielleicht auch, weil das Ziehen in den Beinen zum Teil heftig war, so dass ich den Rücken nicht mehr wahrgenommen habe). 

Daran haben sich meine Therapeuten bei mir schon so weit gewöhnt, dass sie mich bei den meisten Übungen fragen, in welchem Körperteil ich die Spannung am meisten merke. Dabei kommt es nicht selten vor, dass ich dann ein anderes Körperteil nenne, wofür die Übung dann eigentlich nicht gedacht ist. Aber dadurch können sie dann sofort "eingreifen" und Bewegungsabläufe auch ändern, wenn bei mir mal wieder was "schief" läuft, wenn ich die Spannung anscheinend mal wieder im falschen Körperteil habe (was immer mal wieder vorkommt). Den Muskelkater kann ich mir nur so erklären, dass die Muskulatur in den Armen anscheinend schon besser und stabiler ist, als ich dachte, die Beine dagegen noch sehr viel schwächer sind, so dass mir ein paar Übungen für die Beine wesentlich mehr "ausgemacht" haben, also den Muskelkater verursacht haben, als die intensiven Hantelübungen für die Arme.

Ja, heute Mittag waren wir ja im Museum "Top Secret" und das war total super. Wir hatten dafür rund 2 Stunden eingeplant, damit es für heute Abend nicht zu knapp wird. Erst dachten wir, 2 Stunden wären viel zu lange, wir wären dort nach höchstens einer Stunde wieder raus. Letztendlich war es dort so groß und interessant, dass wir durch die letzten Bereiche nur noch "geflogen" sind, uns dort alles nur noch im Schnelldurchgang angeguckt haben, nach 2 1/4 Stunde waren wir dort dann raus (wir hätten dort locker noch eine halbe Stunde oder länger dranhängen können). 

Ich fand alles super interessant (mein Freund auch). Die ganze Aufmachung war total klasse. Zum einen halt viele Ausstellungsstücke (mit Beschreibungen), wo Agenten und Spione ihre Waffen verstecken, Foto- und Filmapparate, kleine Waffen (Pistolen), Messer, Gift usw. Da waren so vielfältige Möglichkeiten bei, mit denen man im Leben nicht rechnen würde, das fand ich total interessant. Von "außen" sah alles total harmlos aus, aber innen waren die Waffen dann versteckt. Über Schirme, Taschen, Zahnpastatube, Broschen, Haarspangen und Lippenstift war im Prinzip alles mit dabei. Nichts, was es nicht gibt. Das war alles hoch interessant. 

Wir fanden auch das "Klassenzimmer" total interessant. "Spiekzettel" gehören anscheinend mit zur Spionage und in einem nachgebauten Klassenzimmer waren unendlich viele Möglichkeiten, wie man Spiekzettel am besten verstecken kann. Da waren Ideen bei, auf die wir im Leben nicht gekommen wären (alles mit "Anschauungsobjekten"). Total gut und zum Teil auch echt witzig, auf was für Ideen Schüler heutzutage so kommen. O. K., Thema Computer spielt dabei natürlich eine sehr große Rolle, die Sachen in verschiedenen Schriften so klein wie möglich ausdrucken zu können. Das gab es zu meiner Schulzeit ja noch nicht, zum ersten Mal kam ich in der Schule in der 11. Klasse in der Höheren Handelsschule in Kontakt (im Fach "Organisationslehre"). In der Gesamtschule war bis zur 10. Klasse von Computer nie die Rede. Ja, aber damit haben die heutigen Schüler viel mehr Möglichkeiten als zu meiner Schulzeit. Ja, das fand ich wirklich total interessant. 

Eine Abteilung war dort extra für Kinder bzw. Jugendliche, die wir uns zwar angeguckt haben, aber nichts mitgemacht haben. Mehrere kleine Spiele um "versteckte Botschaften" zu lesen (das war mir irgendwie zu kompliziert, um mich da rein zu denken) und eine Art "Hindernislauf", wobei Laserstrahlen kreuz und quer durch den Raum gingen und die Personen mussten versuchen, den Raum zu durchqueren, ohne mit den Laserstrahlen in Berührung zu kommen (so wie man es zum Teil aus Filmen kennt). Dafür war meine Reaktion "etwas" zu langsam. Das habe ich nicht geschafft. Als wir dann nach 2 Stunden auf die Uhr geguckt haben, haben wir uns mit den letzten Bereichen deutlich kürzer beschäftigt, sonst wäre es halt zu spät geworden. Aber diese Ausstellung ist für alle, die sich für so etwas interessieren, wirklich absolut empfehlenswert!!!

Heute Abend sind wir dann ja noch zu dem Auftritt von Bernhard Brink gefahren. Wir sind um Punkt 18 Uhr losgefahren, sind sehr gut durchgekommen und haben auf einem Parkstreifen direkt vor dem Gebäude einen Parkplatz gefunden (der kurze Zeit später bereits voll war). Wir waren um 18.30 Uhr dort. Bis um 19.00 Uhr standen wir dann draußen vor dem Haupteingang. Wir waren mal wieder die Jüngsten, der Altersdurchschnitt lag bei etwa 60 bis 70 Jahren aufwärts. Um 19 Uhr wurde kurz die Türe geöffent, dass der Eingang für diese Veranstaltung am Hintereingang wäre. Echt toll, da es heftig am Regnen war.... Am Hintereingang wurden wir dann reingelassen, mussten drinnen dann noch bis 19.30, also eine weitere halbe Stunde warten (aber immerhin im Trockenen), bis wir in den Saal durften. Die Veranstaltung fing dann um Punkt 20 Uhr an. 

Bernhard Brink an sich war zwar nicht schlecht, aber ich habe diesen Abend immer wieder mit dem Abend bei Peter Kraus verglichen, was mein Freund nicht so gut fand, da es zwei verschiedene Sänger und verschiedene Musikrichtungen sind. Peter Kraus war wesentlich flotter und lockerer drauf, obwohl er bereits 70 ist, Bernhard Brink erst 60. Bernhard Brink war zwar relativ locker, aber dennoch deutlich "steifer" als Peter Kraus. Bei Peter Kraus kannte ich alle Lieder, bei Bernhard Brink höchstens die Hälfte.

Von Peter Kraus war ich halt immer schon ein Fan, Bernhard Brink höre ich mir zwar gelegentlich an, kenne aber trotzdem längst nicht alle Lieder von ihm. Ich fand es deswegen zum Teil auch langweilig. Viele der Älteren waren super gut drauf, sind bei sämtlichen Liedern aufgestanden, haben mitgetanzt und gesungen, wozu ich absolut keine Lust hatte, zumal ich die meisten Lieder ja eh nicht kannte. Immerhin hat er alle Lieder gesungen, die ich von ihm kenne, die mir von ihm gefallen. Aber trotzdem fand ich dadurch den Abend im ganzen ziemlich langweilig.

Positiv war, dass Claudia Jung total gut rüber kam, sie war live viel besser als im Fernsehen, brachte eine super Stimmung rüber und sang alle Lieder, die ich von ihr kenne. Sie trat "mittig" im Programm auf und bei ihr bin ich dann auch etwas "aufgetaut". Aber nach ihr sang Bernhard Brink wieder mehrere super langsame Lieder, die ich alle nicht kannte, und ich wurde mit der Zeit mächtig müde, bekam total einen "toten Punkt". Das ganze ging dann bis 22.40 Uhr und ich war hinterher froh, als ich aufstehen und an die Luft gehen konnte. Auf Autogramme und Fotos mit den Beiden haben ich völlig verzichtet, darauf hatte ich wirklich so gar keine Lust mehr. Bei Peter Kraus kam die Stimmung sehr viel besser rüber, er hat viel mehr "Power" in den Saal gebracht. Bei Bernhard Brink standen ganz zum Schluss zwar auch alle, aber die meisten völlig ruhig, einfach nur, weil die vorderen ebenfalls standen, um überhaupt noch was sehen zu können. Es war zwar interessant, einen Sänger, den man halt aus dem Fernsehen kennt, mal live zu sehen, aber o. k., ich finde andere Sänger halt trotzdem besser als ihn (und kenne von anderen auch viel mehr Lieder, höre mir andere wesentlich öfter an als ihn). 

TitelAutorDatumBesucher
Do. 19.09.2019PetraM20/09/2019 - 14:218
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