Dienstag, 04.09.2012

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Heute war im ganzen ein schöner Tag, alles ist irgendwie gut gelaufen (zumindest abgesehen von einer "Streckensperrung", so dass ich heute Nachmittag 20 Minuten im stehenden Zug warten musste und keiner wusste, wann es denn endlich weiter gehen würde). Ich war heute so richtig gut drauf und mir fiel alles irgendwie leicht. Schon auf der Arbeit kam ich mit allem gut voran. 

Mit einer Aufgabe hatte ich allerdings zunächst ein paar Probleme, woran ich allerdings nicht "Schuld" gewesen bin, wie sich später herausstellte, hat jemand anders einen Fehler gemacht, wodurch diese Angelegenheit dann schief gelaufen ist. Aber ich muss sagen, im Falle des Falles, also wenn es Probleme gibt, dann kann man sich auf meinen Chef verlassen. Ich bekam von ihm sofort "Rückendeckung" und er "lenkte" alles in die richtigen Bahnen, so dass ich schließlich auch diese Aufgabe in den Griff bekommen habe. Ja, alles in allem war es heute ein positiver Tag.

Heute Nachmittag habe ich mich dann auf den Haushalt gestürzt, womit ich ebenfalls sehr gut voran gekommen bin, die Wäsche ist soweit fertig und die Küche wieder in Ordnung. Als der Haushalt fertig war, habe ich mich noch aufs Fahrrad geschwungen, bin in 37 Minuten 9 Kilometer gefahren (durchschnittlich 14/15 km/h). Das hat dann als "krönender Tagesabschluss" noch so richtig gut getan.

Heute Nachmittag hatte mein Freund ebenfalls total gute Laune, womit er mich dann zusätzlich "angesteckt" hat. Als wir hier eingezogen sind, hatten wir ein Auto (damals noch meinen Geländewagen, einen Suzuki Jimny), aber zunächst noch keine Garage (in diesem Haus sind mehrere Garagen). Dann wurde eine Hälfte einer Doppelgarage frei, die wir sofort angemietet haben (der frühere Mieter ist Mitte 80 und hat freiwillig seinen Führerschein abgegeben). Im Laufe der Zeit kam dann der "Wechsel", mein Freund hat den Mini gekauft und meinen Geländewagen dafür verkauft. O.k., das ist ein Thema für sich, das ich inzwischen akzeptiere. Da ich eh so gut wie nicht mehr fahre und er mit dem Geländewagen nicht klar gekommen ist (er war zuletzt mehr in der Werkstatt als in unserer Garage, obwohl er erst 5 Jahre alt war), hat er sich dann halt den Mini gekauft.

Dann zogen die Nachbarn aus und wir bekamen auch die zweite Garagenhälfte. Allerdings ohne Vertrag, nur per "Handschlag". Unser Vermieter hatte Angst, wenn er später mal eine Wohnung ohne Garage vermieten möchte, dass er die Wohnung dann nicht wegbekommt. Die doppelte Garage "gehörte" uns dann rund 1,5 Jahre. In dieser Zeit hat mein Freund sich einen großen Traum erfüllt und hat sich ein MG-Cabrio gekauft (mit dem wir jetzt im Sommer immer unterwegs sind), als Zweitauto, nur für den Sommer. Das ist jetzt sein großes Hobby. Dann bekamen wir neue Nachbarn und mussten diese zweite Hälfte wieder abgeben, worüber mein Freund total enttäuscht gewesen ist (er hatte sich darin mit Regal usw. richtig schön eingerichtet, was jetzt alles wieder raus musste). Diese Nachbarn wohnen jetzt rund 2 Jahre hier. Der Nachbar ist jetzt arbeitslos geworden, kann sich diese Wohnung und insbesondere die Garage nicht mehr leisten, hat Ende August gekündigt. 

Heute rief mich unser Vermieter an (hier läuft ja alles über mich) und bot mir die zweite Garagenhälfte an, dieses Mal ganz offiziell mit Vertrag. Mein Freund hat natürlich sofort zugesagt und ist total happy deswegen. Er macht schon Pläne, wie er sie "einrichten" möchte, mit Regalen, Bilder an den Wänden, zunächst erstmal neu streichen usw. Das wird dann fast schon sein Hobby-Raum, zumindest was die Autos betrifft. 

Ja, heute Abend waren wir beide so richtig gut drauf, haben uns mit der guten Laune immer wieder gegenseitig "angesteckt". Außerdem haben wir erfahren, dass eine Nachbarin, mit der wir uns nicht ganz so gut verstehen (sie ist mächtig eingebildet und grüßt nur, wenn sie mal Lust dazu hat), ebenfalls in Kürze kündigen wird, Anfang des Jahres wird sie wohl ausziehen. 

Ja, bis jetzt läuft dieses Jahr im ganzen für uns sehr positiv. Mir geht es immer besser, heute war ich wieder völlig schmerzfrei, meine Therapie läuft super gut, besser könnte es eigentlich gar nicht sein (morgen habe ich ja wieder KG). Der Sommerurlaub war ja auch super schön (abgesehen von den paar Regentagen), den "richtigen" Sommer mit den Temperaturen um die 30 Grad und mehr haben wir danach auch so richtig genossen, Ja, und jetzt bekommt mein Freund auch noch seine große Garage und die "unliebsame" Nachbarin zieht aus. 

Das einzigste, was mich im Moment etwas nervt, das ist meine Mutter. Am Samstag fliegt sie ja in den Urlaub nach Mallorca, für drei Wochen. Ab etwa Oktober oder November soll laut Ärzten dann die Dialyse beginnen. Sie sagt jetzt ständig, dass sie damit nicht klar kommt. Sie ist halt super "hibbelig", kann keine 5 Minuten ruhig sitzen, flitzt ständig durch die Wohnung (selbst nach der Hüft-OP lief sie bereits am nächsten Tag mit Krücken alleine durchs Krankenhaus und wurde von den Ärzten gesucht, im Bett war es ihr zu langeweilig, sie hatte eigentlich ein paar Tage Bettruhe, damit alles besser heilen und Zusammen wachsen kann). Sie hat jetzt große Angst davor, 3 Mal wöchentlich bei der Dialyse je 4 Stunden ruhig Sitzen oder Liegen zu müssen, das macht ihr diesbezüglich am meisten zu schaffen. Sie sagt jetzt ständig, dass sie Depressionen bekommt und ich ihr helfen soll. Mir würde es doch auch besser gehen, ich wüsste doch jetzt, wie man so etwas heilt, ich solle ihr helfen, damit es auch ihr wieder besser geht. 

Im Moment meide ich deswegen Gespräche mit ihr, bin mit dieser Situation total überfordert. Jeder Mensch ist anders, ich kann ihr nicht helfen. Ich habe selber lange genug gekämpft, bis es mir endlich wieder besser ging. Außerdem habe ich von den verschiedenen Psychologen (auch in der Reha) ja so einige gute Tipps bekommen, die ich jetzt halt alle nach und nach in meinem Alltag anwende. Aber so etwas kann man als "ehemaliger" Patient nicht einfach so an einen anderen Betroffenen weitergeben. Zumindest ich kann das nicht, zumal meine Mutter charakterlich ja eh das Gegenteil von mir ist. Die Tipps, die mir helfen bzw. geholfen haben, die brauchen ihr noch lange nicht zu helfen. 

Eigentlich wollte ich sie heute Abend kurz anrufen, aber ich glaube, ich werde erst Ende der Woche wieder mit ihr telefonieren, ihr einen schönen Urlaub wünschen. Ich wollte mir die heutige gute Laune durch ein Telefonat mit ihr nicht verderben lassen. 

TitelAutorDatumBesucher
Do. 12.12.2019PetraM13/12/2019 - 03:2616
Mi. 11.12.2019PetraM12/12/2019 - 03:04106
Di. 10.12.2019PetraM11/12/2019 - 09:24129
Mo. 09.12.2019PetraM10/12/2019 - 09:03148
So. 08.12.2019PetraM09/12/2019 - 09:03144
Sa. 07.12.2019PetraM08/12/2019 - 15:22134
Fr. 06.12.2019 (Nikolaus)PetraM07/12/2019 - 13:48172
Do. 05.12.2019PetraM06/12/2019 - 08:30179
Mi. 04.12.2019PetraM05/12/2019 - 09:01240
Di. 03.12.2019PetraM04/12/2019 - 09:09212
Mo. 02.12.2019PetraM03/12/2019 - 09:09237
So. 01.12.2019PetraM02/12/2019 - 04:51230
Sa. 30.11.2019PetraM01/12/2019 - 07:51242
Fr. 29.11.2019PetraM30/11/2019 - 14:32277
Do. 28.11.2019PetraM29/11/2019 - 08:58212
Mi. 27.11.2019PetraM28/11/2019 - 08:59266
Di. 26.11.2019PetraM27/11/2019 - 09:00265
Mo. 25.11.2019PetraM26/11/2019 - 08:46265
So. 24.11.2019PetraM25/11/2019 - 04:25266
Sa. 23.11.2019PetraM24/11/2019 - 17:47267
Fr. 22.11.2019PetraM23/11/2019 - 19:53273
Do. 21.11.2019PetraM22/11/2019 - 08:59277
Mi. 20.11.2019PetraM21/11/2019 - 04:30312
Di. 19.11.2019PetraM20/11/2019 - 09:01263
Mo. 18.11.2019PetraM19/11/2019 - 09:00261
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