Herzlich Willkommen Kater Felix!

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01.04.2016

Heute habe ich gegen 16:30 Uhr den 15 Jahre alten Kater aus dem Tierschutzverein München abgeholt. Mich haben dabei Tina und Oli, zwei sehr gute Freunde begleitet.
Die Dame aus dem Katzenhaus hat mir gezeigt wie ich dem kleinen seine Medikamente geben muss. Dabei fixiere ich seinen Kopf, in dem ich ihn mit zwei Fingern hinter den Schnurrhaaren festhalte und mit der anderen Hand mach ich sein Maul auf und lege die kleine Tablette genau in die Mitte seiner Zunge. Das muss ich zweimal am Tag machen
Als es Zeit war sich zu verabschieden, wurde er noch einmal herum geführt, doch das war alles zu viel Aufregung. Die Autofahrt verlief sehr ruhig, er hat sich in seiner Box immer wieder bewegt und nach draußen gesehen und dabei dreimal gemauzt, wohl als Zeichen das er Angst hat und nicht weis was auf ihn zukommt.
Zuhause angekommen habe ich erst einmal den Rest vorbereitet: Katzenklo, Wassernapf mit Wasser Gefüllt und die Sachen weggeräumt, die mir der Verein mitgegeben hat. Als alles soweit war habe ich die Box in der Nähe vom Katzenklo abgestellt und die Tür geöffnet.
Felix hat nicht lange gezögert und ist direkt raus, um sein neues zuhause zu erkunden. Tina und Oli waren noch dabei und haben gespannt mit zugesehen, wie er durch die Wohnung läuft und an alles und jedem Schnuppert. Er hat sehr schnell die Näpfe, das Katzenklo und den Kratzbaum entdeckt. Er hat auch direkt angefangen etwas zu trinken und kurz darauf wurde das Katzenklo auch schon benutzt. Da habe ich beschlossen ihm auch Trockenfutter zu geben und hab ihm ein wenig hinein geschüttet. Neugierig kam er hinüber und hat kurz am essen geschnuppert, doch am Anfang schien er keine Interesse zu haben. Doch kaum war ich da weg, kam er wieder und hat angefangen zu fressen. Meinen Kleiderschrank, dessen Türen sich nicht so gut schließen, fand er auch sehr interessant und hat direkt versucht hinein zu gelangen.
Später haben uns Tina und Oli alleine gelassen, aber von Streicheleinheiten wollte er nichts wissen. Er hat sich liebe auf die Couch gelegt und von dort aus alles beobachtet. In dem Moment als ich mich ebenfalls auf die Couch gelegt habe, da das auch mein Schlafplatz ist, gab er ein knurren von sich, wohl weil es ihm nicht gepasst hat das ich mich da auch hinlege. Da ist die Rangfolge noch nicht so ganz eindeutig wie es scheint. Doch das wird sich schnell legen. Letzten Endes lag er ruhig und entspannt da, während ich mich am Laptop beschäftigt habe.
Danach war alles sehr entspannt und ruhig, bis die Nacht hereingebrochen war. Da wurde der kleine Mann wieder aktiv und hat mit den Spielsachen gespielt und ist kreuz und quer durch die Gegend gelaufen. Dabei ist er auch auf die Couch und auf mein Kopfkissen, wohl um zu sehen was da für ein Ding unter der Bettdecke liegt. Jedenfalls ging das ein bis zwei Stunden so, ehe er dann wohl auch schlafen gegangen ist.

02.04.2016

Heute Morgen ging der Tag schon um 6:30 Uhr los. Der Kater ging durch die Wohnung und hat wieder gespielt. Da es genau die Zeit ist in dem ich ihm die Medikamente geben muss, bin ich aufgestanden und habe überlegt wie ich das am besten mache. Denn er wollte sich noch nicht von mir anrühren lassen und zwingen wollte ich ihn auch nicht dazu. Tablette Nummer Eins hat er mit etwas Leberwurst gegessen, doch den Braten hat er gerochen und den Rest hat er dann liegen gelassen. Er hat mich nicht einmal mit dem Allerwertesten Angesehen, jedoch lief er schnurrend an mir vorbei. Letzen Endes habe ich die zweite kleine Tablette in sein Essen gemischt, was er mit Begeisterung gegessen hat. Solang er sich nicht von mir anrühren lässt, würde ich es wohl auf die Art und Weise tun müssen.
Ich habe auch schon versucht einige Leckereien auszuprobieren, darunter ein Milchsnack, Käseknabberspaß und die Sticks aus dem Tierschutzverein. Also letzteres, daran hat er nur geschnüffelt und hat es sein lassen, beim Käseknabberteil hat er es aus meiner Hand geschoben und vom Boden gegessen. Bei der Milch war es anders: Da stand er bei mir und hat es genüsslich gegessen während er geschnurrt hat und ich die Packung gehalten habe. Aber auch nur zum Teil. Den Rest habe ich ihm in den Napf gelegt, was er dann später aufgegessen hat. Die Decke mit der er hergekommen ist, liegt nun auf der Couch, damit er dort auch so seinen Platz hat, auch wenn er bisher den Kratzbaum am Interessantesten Findet. Oft sitzt er da oben und Putzt sich ordentlich oder sieht aus dem Fenster heraus, dessen Jalousien ich immer so weit oben lassen werde, damit er raus sehen kann. Sobald ich das Netz habe, wird er auch auf den Balkon hinaus dürfen.
Den gesamten sonnigen Tag hat er auf dem Kratzbaum verbracht und hat geschlafen, also nehme ich an das er ein ziemlich nachtaktiver Geselle ist. Das Wasser habe ich ein zweites Mal ausgewechselt und Medizin liegt in der Leberwurst ebenfalls bereit. Solange er sich nicht von mir anfassen lässt, möchte ich ihn nicht dazu zwingen.
Jedoch gab es heute den ersten kleinen Berührungskontakt!
Ich bin zu seinem Kratzbaum und habe ihm die Hand hingehalten, das mache ich öfter mal. Und er hat sich heute das erste mal mit den Kopf gegen meine Hand gelehnt und daran gerieben! Ich konnte ihm sogar einmal über den Kopf und Rücken streicheln! Danach bin ich wieder gegangen, da er wieder skeptisch wurde, aber er hat es zugelassen!
Nachdem er wieder ein Nickerchen gemacht hat und die Paste mit der Tablette gegessen hat, habe ich etwas anderes ausprobiert. Er scheint käse sehr gerne zu mögen, weswegen er die Knuspertaschen mit Huhn und Käse von Whiskas mir sogar aus der Hand gefressen hat!
Ein super Fortschritt wie ich finde und geschnurrt hat er dabei auch! Ich habe nun einige dieser Leckereien auf die Decke auf der Couch gelegt. Die hat er noch nicht bemerkt aber ich denke sobald ich schlafe, kommt er schon zu mir. Während er gerade auf dem Kratzbaum liegt bemerke ich auch das der Schweif nicht mehr direkt an seinem Körper liegt. Eine Freundin von mir hat mir mal gesagt, das das ein Zeichen dafür ist das die Katzen sich wohl fühlen und zuzwinkern tut er mir auch schon immer wieder. Wir sind auf einen guten Weg!

03.04.2016

Mittlerweile ist der kleine Felix den dritten Tag bei mir. Die Nacht war wesentlich ruhiger als die davor. Wahrscheinlich weil er nun so gut wie alles kennt und alles genau erkundet hat. Sobald ich aufstehe, beobachtet er mich und wenn ich etwas aus der Schublade hole und in der Küche verschwinde, weiß er genau was kommt. Er kommt ebenfalls hinüber und sieht mich von unten mit großen Augen an. Jedoch wartet er geduldig bis ich ihm das essen hingestellt habe. Die Tabletten habe ich dieses mal beide hinein gemischt und er hat sie ohne Probleme gefressen. Sich anrühren lassen möchte er noch immer nicht aber das ist sein gutes Recht.
Nach dem Frühstück haben wir ein wenig gespielt, was er die anderen Tage auch nicht zugelassen hatte. Seither geht er gemütlich durch die Wohnung und schnuppert an jeder Ecke. Oft sitzt er auf dem Kratzbaum und beobachtet was da draußen vor sich geht. Morgen muss ich unbedingt das Netz besorgen, damit er auch mal auf den Balkon gehen kann. So an sich wirkt er etwas entspannter und setzt sich auch manchmal mitten in den Raum um irgendetwas anzusehen. Das Katzenklo wird benutzt und heute Nacht hat er das erste Mal das größere Geschäft erledigt, etwas was als gutes Zeichen aufzufassen ist. Noch immer legt er sich fluchtbereit hin, jedoch ist der Schweif dabei immer wieder sehr entspannt und nicht mehr eng um seinen Körper geschlungen.
Der Tag verlief dann sehr ruhig und entspannt. Er hat sich später noch schön streicheln und kraulen lassen und dabei wohlig geschnurrt. Immer wieder habe ich ihn mit einigen Leckerlis verwöhnt.
Die zweite Tablette vom heutigen Tag, habe ich ihm mithilfe von Paste gegeben, da ich das mit dem Tabletten lose geben noch nicht so hinbekomme. Aber das kriege ich auch noch hin. Mittlerweile kommt er auch von sich auch immer wieder auf die Couch, während ich am Laptop bin, aber eher um zu sehen, was das Ding da überhaupt ist, was die Futtermaschine auf zwei Beinen so beschäftigt. ;)
Der heutige Tag wäre damit eigentlich auch schon wieder zu Ende. Morgen wird er das erste Mal alleine hier zuhause sein. Nach der Arbeit besorge ich schnell ein Netz für den Balkon und einen Wasserspender, da ich allein heute schon das Wasser dreimal aufgefüllt habe. Im Sommer wird es hier noch wesentlich wärmer, vor allem im Vierten Stock. Da möchte ich eindeutig sicher gehen das der Kleine auch genug zum Trinken hat.

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