A mords Gaudi!

DruckversionPDF-Version

Eigentlich wollte ich kein Tagebuch mehr beginnen bzw. führen, aber um schöne Erlebnisse, wie z. B. das heurige Frühjahrs De.L.K. In Erinnerung zu behalten, habe ich beschlossen, doch wieder ein Tagebuch zu beginnen und es vielleicht auch weiter zu führen. Ich habe auch Fotos vom De.L.K. gemacht. Bin gespannt, ob sie was geworden sind.

Aber nun will ich diese vergangenen zwei Tage mal schildern – so gut ich sie eben noch in Erinnerung habe. Also, um ca. halb fünf begannen wir mit ein paar Spielchen. Zur Eröffnung spielten wir ein Spiel namens Emmentaler, dann „Denkmalbauen“ und danach „Bildhauer“; weiters machten wir auch eine „Wettermassage“ und ein paar andere Sachen an die ich mich nicht mehr so gut erinnere. Auf jeden Fall wurden all diese Spiele aus der JS-Spielekartei (blaue Zettel) entnommen. Spiele und Infos – Infos waren nur 10 min. lang – dauerten bis ca. halb sieben. Danach folgte das gemeinsame Buffet. Nach dem Essen war eine Pause bis zur Hl. Messe; während der Pause bereiteten ich, Margit, Andrea, Toni und der Pfarrer aus V. die Hl. Messe vor. Um ca. 2000 Uhr begann die Hl. Messe, und eine Stunde später war sie aus. Zehn Minuten später führte uns Hermann ein einstündiges Kabarett vor. Es waren ernste und auch lustige Sachen dabei, auf jeden Fall war es hochgestochen und er bekam zum Schluß „tosenden“ Beifall. Ich habe eh ein paar Bilder gemacht. Danach gingen wir rauf in den ersten Stock, wo wir bis circa halb elf oder zwölf blieben. Ungefähr zu dieser Uhrzeit gingen ich, Judith, Matthias und Ursula, zur Buschenschank, der etwa einen halben Kilometer von unserem Haus entfernt lag. Im Buschenschank trafen wir nur wenige Leute an, aber ein Gast war Judiths Bruder mit seiner Verlobten Christine, da ihn Judith schon länger nicht gesehen hat, war die Überraschung groß ihn ausgerechnet hier in der „tiefste Provinz“ zu treffen. Er saß mit drei weiteren Personen zusammen, die er anscheinend auch gut kannte. Als wir uns gesetzt hatten bestellte ich mir eine Cola und die Anderen drei ein Seitl Most. Jeder für sich natürlich. Später spendierte uns Judiths Bruder je ein Stpamperl Marillenschnaps. Als wir ausgetrunken hatten – Matthias mußte schon gehen, weil er nur zu Besuch hier war – war es ein paar Minuten vor zwölf und wir gingen wieder nach Luka zurück. In unserem Haus wieder angekommen erzählten wir auf die Fragen der anderen, was wir erlebt hatten. Danach trennten wir uns und jeder tat, was anderes. Matthias verabschiedete sich gleich nach unserer Rückkehr von uns. In der Zwischenzeit hatte ich zwei Partien „Demokratie“ – auch unter dem unschönen Namen „Arschloch“ bekannt – gespielt; dabei war ich einmal Vize und einmal A... gewesen. Am Beginn der dritten Partie hörten wir auf und jeder tat wiedermal was anderes. Ich begann dann auf Wunsch einiger Leute und, weil ich auch welchen haben wollte, Kaffee zu machen.

Als der Kaffee schon zum Durchrinnen begann brachte Thomas K. eine Torte in Form eines Autos (Marke „Ente“ CV2) herein. Sie schmeckte wirklich sehr gut. Als die erste Kanne schon ausgeschenkt war und ich grad eine zweite machen wollte, kam die Maria E. herein und bat mich für sie warme Milch für einen Kakao zu machen. Ich erfüllte ihre Bitte und setzte dabei auch gleich Wasser für einen dritten Kaffee auf. Grad als ich die zweite Kanne reinbrachte hörte ich von draußen aus dem Speiseraum lautes Gepolter und neugierig wie ich bin, sah ich auch gleich raus. Die Ursache war schnell gefunden, denn Ursula B. und Christine H. hatten mit Ausdruckstanz begonnen und die Anderen sahen ihnen mit müden Blicken zu und unterhielten sich dabei während andere wieder Karten Spielten. Nachedem der dritte Kaffee endlich durchgeronnen war trug ich ihn in den Speisesaal, wo ich ihn auf einen Tisch stellte, dabei hörte ich ein zweites etwas lauteres Poltern und ging der Ursache natürlich auch gleich nach. Es war dieses Mal aus dem Bubenschlafraum gekommen, wo der Franz, Martina, Wolfgang, Maria, Walter und der Toni eine Polsterschlacht verursachten. Ich aber ging wieder hinunter in die Küche wo sich einige Gäste, die zu Hermanns Kabarett gekommen waren, unterhielten. Dann aß ich das Heck der Autotorte zusammen und trank dazu einen Kaffee. Danch ging ich wieder rauf und tat bei der Polsterschlacht mit.
A mords Gaudi!

Nach einiger Zeit brachte Franz einen Kuchen rauf und ich holte noch schnell den Kaffe; den Kuchen assen wenige und den Kaffee trank niemand. Nachdem wir uns ca. noch eine halbe Stunde weiter mit Polstern bewarfen hörte wir langsam auf und gingen dann runter in den Speisesaal/raum. Unten überlegten wir dann, was wir denn noch (für Blödsinn) tun könnten und während wir so überlegten, hatte Franzi die rettende Idee; er schlug nämlich eine Fackelwanderung vor und wir stimmten voll zu. Die anderen hörten das natürlich auch und willigten dem Vorschlag zu indem sie sich uns anschlossen. Schnell noch die Fackeln geholt und los ging's. Nach einigen Fehlversuchen die Fackeln anzuzünden hatten wir es endlich geschafft. Anfangs wollten wir zum Badeteich gehen, der etwa 300 Meter von unserem Haus entfernt ist, aber als wir auf dem dreckigen Weg waren kehrten wir um und gingen Richtung Buschenschank, der allerdings um diese Zeit (halb 2 od. 3 Uhr morgens) zu hatte. Nachdem wir einen Kilometer eine halbe Stunde lang gegangen waren, kamen wir zu Wegweisern, dort blieben wir stehen; nur etwas weiter unterhalb. Wir überlegten kurz, ob wir nicht gleich in eine Disco, die hier in der Nähe ist, gehen sollten, gaben aber diese Überlegung gleich wieder auf und gingen wieder zurück nach Luka, genau in dem selben Tempo in dem wir gekommen waren. Um ca. halb vier(?) morgens waren wir wieder Zuhause; wo wir uns dann ins GL-Zimmer auf das dortig Doppelbett setzten um dort zu besprechen, was wir Spielen könnten. Wir einigten uns auf „Bluff“ statt „Demokratie“, denn Bluff kannte fast niemand. Nachden ich dann mit Judith in den Nebenraum gegangen war, versuchte Toni mit dem Spiel zu bluffen, inderm er einfach begann, denn sie waren genau sechs Leute im Zimmer. Als ich dann hineinkam, um die anderen in das Nebenzimmer zu bittten, wollte Toni das Spiel schnell verstecken, ich bemerkte es jedoch und nahm es im zum Spaß weg. Im Nebenzimmer baute ich das Spiel auf und begann die Spielanleitung zu lesen. Glücklicher Weise kam aber Georg und er erklärte uns das Spiel schnell, danach spielten wir es. Wir spielten so lange, bis es langsam Tag wurde und es draußen schon dämmerte. Beim ersten Durchgan bzw. bei der ersten Partie, spielte noch der Johann mit, später dann der Walter bis zum Anbruch des Tages. Außer Johann und Walter waren noch Gerlinde, Toni, Judith, Georg und meine Wenigkeit dabei.

Bis zum Tagesanbruch war Georg schon längst schlafen gegangen. Zum Schluß hin war es dann mit Toni und Judith total arg gewesen, denn sie haben voll zu schummeln angefangen. In der allerletzten Partie schummelten ich dann auch voll dagegen. Gab das Spielen aber dann auf. Und langsam standen die anderen dann auch schon auf. Eine Bemerkung zur Fackelwanderung. Als wir gerade Richtung Wegweiser unterwegs waren, sangen wir einer Gruppe aus W. ein Ständchen. Sie schauten nur irritiert heraus und wir zogen singend weiter. Nach dem Frühstück machten wir dann Gruppenarbeit in Kleingruppen. Jede Gruppe machte was anderes. Die einen machten Gipsmasken, die anderen Schmuck aus kleinen Perlen, Franz machte eine Kugelbahn, Hermann hatte eine Diskusion über dritte Welt und wir machen zum Thema Geländespiel was. Dabei gingen wir – Judith, Ursula, Georg, Toni und ich – zum Badeteich zurück. Dort quetschten wir uns alle in einen Jägerstand, dabaei erklärte uns Toni das Spiel fürs Geländespiel. Nach einer Stunde im Jägerstand (Tonis Aussage, als wir wieder im Haus waren), gingen wir runter und probierten die beschriebene Spiele mal aus, was großen Spaß machte. Um ca. elf Uhr gingen wir wieder zum Haus zurück. Dort schaute ich mir die einzelnen Stationen an und machte Fotos von der Gipsmaskenstation. Später sah ich mir auch die anderen Stationen an und blieb bei der Kugelbahnstation wo ich ein wenig mithalf sie fertig zu stellen. Übrigens, die Kugelbahn war ganz aus Papier. Nachdem ich zum Schluß ein paar Verbesserungen einbaute, damit die Kugel nicht immer aus der Bahn fiel, mußten wir zusammen räumen und den Mittagstisch herrichten.

Zum Essen gab es Fleischklößchensuppe und Pizzastücke und Pamarangen. Danach begannen wir das Haus sauber zu machen. Als wir damit fertig waren setzten wir uns nach draußen und unterhielten uns dort. Nach und nach gingen die Leute auseinander und fuhren Heim; die letzten die dann auch gingen waren, Georg, Johann, Gerlinde, Andreas und ich. Die ersten die fuhren waren die Judith und die Ursula. Bevor ich nun Schluß mache, noch einige Bemerkungen. Dieses De.L.K. War eines der schönsten, daß ich erlebt habe und ich blicke noch immer zurück voll Wehmut über so viel Freude, die ich erfahren habe. Eines meiner schönsten Erlebnisse war, als ich mit Martina auf der Bank neben dem Eingang zum Speiseraum saß und ein paar Lieder aus „Singe Jerusalem sang“, darunter auch das „Laudate omnes gentes“. Die Zeit für die Melodie war auch passend, denn die Sonne ging grad unter, ein richtig schönes Abendstimmungslied. Ach; ich danke Dir O Du unser Gott für all diese netten, lieben und fröhlichen Menschen, ich danke dir dafür, daß ich mich mit ihnen freuen durfte, ich danke dir dafür, daß Du si gemacht und ich mit ihnen Singen, Lachen, Freuen und Reden durfte. Beschütze sie, segne sie, leite und begleite sie durchs Leben. Amen.

onlinetagebuch.com - WIE DAS LEBEN SO SCHREIBT ...