System

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Zu Beginn des 20igsten Jahrhunderts brach das mechanistische Weltbild zusammen - sogar in der Physik, wo es sich am besten bewährt hatte-. Jetzt gerieten Beziehungsgefüge interagierender Teilchen in den Blick und diese waren von erstaunlicher Komplexität

Ebenso wie die Wirtschaftswissenschaften sich unfähig erwiesen, das Auf und Ab der Aktienwerte aus den individuellen Eigenschaften der Börsenmakler und der Anleger zu erklären, war die Wissenschaft der Biologie imstande, die Selbsterhaltung lebender Organismen durch Rückgriff auf die physikalischen Gesetze zu erklären.

Neue Gesetze wurden aufgestellt, die zeigen, wie sich hochkomplexe Gefüge von Teilen, die jedes für sich den Grundgesetzen der jeweiligen Wissenschaft genügen, verhalten, wenn die Teile gemeinsam agieren.

Systemwissenschaft war geboren, die Wissenschaft organisierter Komplexität.

Manche Systeme existieren sehr lange - z. B. die Biosphäre als Ganzes, andere sind ganz kurzlebig wie z. B. die Eintagsfliege oder eine Streikpostenkette.
Doch während ein System existiert, gleich wie lange, besitzt es eine spezifische Struktur, gebildet aus sich selbst erhaltenden Beziehungen zwischen den Teilen. Es kann also n i c h t erforscht werden, indem man die Einzelteile erforscht.
Spezialisten konzentrieren sich auf das Detail und vernachlässigen die umfassendere Struktur, die dem Detail erst seine Bedeutung gibt

es gibt

A) geschlossene systeme.

B) offene systeme

meiner meinung nach ist ist unser stabiler rechtsstaat ein beispiel für die Kategorie A) ist.
die marktwirtschaft ist dagegen ein hochdynamisches system in richtung B)

B) hat normalerweise den Vorteil, dass es ein zukunftsicheres, ausdauerndes und lernfähi­ges System ist,
ein geordnetes Etwas, das seine Identität in einer anders geordneten Umwelt verteidigen und bewahren kann.

aber, wie wir jetzt sehen, sind Turbulenzen eingebaut, die uns alle nach Systemen in Richtung B) drängen läßt

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