Prognosen

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Eine sich ausschließlich auf Wertgrößen (also auf vermeintliche Objektivität) stützende Prognose ist problematisch, weil ökonometrisch bestimmte Zusammenhänge von Wertvariablen wegen der Instabilität der Parameter generell nur begrenzt in die Zukunft extrapolierbar sind. Ist dagegen ein bestimmter Wert-Zusammenhang auf physischer Ebene erklärt, kann abgeleitet werden, auf welche Weise eine absehbare Veränderung technologischer Daten bestimmte Wertvariablen verändern wird. Um die Konsequenzen dessen für andere Wertvariablen darzustellen, sind mathematisch formulierte Strukturzusammenhänge ein zweckmäßiges Instrument. Daraus lassen sich voraussichtliche Rückwirkungen erschließen. Mathematisch formulierte Beziehungen zwischen Wertvariablen sind also durchaus sinnvoll und eine wesentliche Komponente wirtschaftlicher Prognose. Sie dürfen nur nie als eigenständiger, erschöpfender oder auch nur unvermittelter Ausdruck realer Zusammenhänge des Produktionsprozesses behandelt werden. Aufzuzeigen, wie sich physische Daten und technologische Zusammenhänge unter konkreten Bedingungen in den preislich bestimmten ökonomischen Variablen ausdrücken und welche Regulationswirkung wiederum von bestimmten Wertverhältnissen auf den physischen Produktionsprozeß ausgeht, ist eine wesentliche Aufgabe der theoretischen Ökonomie, wenn Mathematisierung und das Operieren mit Wertgrößen empirische Relevanz besitzen sollen.

 

Daraus folgt, dass ökonomische Werte und Wertrelationen ein bloßes Produkt subjektiver Kalkulation sind. In das individuelle Kalkül der einzelnen Wirtschaftssubjekte gehen bestimmte Daten ein, die auf bestimmte Weise verarbeitet werden. Sowohl die eingehenden Daten als auch die Art und Weise der Verarbeitung sind abhängig von dem institutionellen Rahmen, in dem die wirtschaftlichen Entscheidungen fallen, von Eigentumsverhältnissen, steuerlichen Vorgaben und ähnlichem. Die Entscheidungen des einen Wirtschaftsakteurs wiederum beeinflussen die Datenlage des anderen und damit dessen Entscheidungen, die im Ergebnis die Entscheidungsvoraussetzungen eines dritten festlegen.

 

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