Knappheit

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Knappheit ist in der Wirtschaftstheorie ein Basisbegriff.  

systemtheoretsich: ökonomische Kommunikation zieht eine intragesellschaftliche Systemgrenze durch die Verwendung eines spezifischen binären Codes: Haben und Nicht-Haben (Eigentum) mit einer Zweitcodierung durch das Geldmedium. Primär dient diese Codierung der zeitlichen, sachlichen und sozialen Entfaltung des in der Selbstreferentialität der Knappheit begründeten Paradoxons. Dessen Invisibilisierung durch spezifische Formen der Kommunikation wurde als Operationsgrundlage des Wirtschaftssystems identifiziert. Berücksichtigt man zusätzlich die Auffassung des Knappheitsproblems als sozial determiniert, wie sie aus der Unterscheidung von Knappheit und Limitationalität gewonnen wurde, wird deutlich, daß Knappheit nicht als naturbedingt, sondern als Kontingenzformel für einen Sonderbereich der Kommunikation zu charakterisieren ist.

Damit ein auf Bankdarlehn gegründetes Währungssystem ohne Edelmetalldeckung überhaupt funktioniert, muss Knappheit künstlich erzeugt und systematisch erhalten werden.

Dies ist einer der Gründe, warum unser heutiges Währungssystem nicht selbstregulierend ist, sondern aktive Zentralbanken braucht, die für Knappheit sorgen

(Währungsstabilität!)

Man kann sogar sagen, dass die Zentralbanken miteinander wetteifern, ihre jeweilige Währung international möglichst stark zu verknappen.

Mit Hilfe der Knappheit wird der relative Wert erhalten.

Soweit die Theorie!!

Tatsächlich hat sich neben den Mechanismen die von den Zentralbanken verwaltet werden, schon lange eine Art schwarzer Markt der Geldvermehrung gebildet, der außerhalb der "Zügel" der Zentralbanken  läuft. Das fing schon 1957 an, als der Finanzplatz London für Dollareinlagen (den sogenannten Euro-Dollars) ein besonderer Umschlagplatz wurde. eine europäische Bank, die von irgendjemand eine Dollareinlage bekam, konnte diese ohne die Mindestreserve einhalten zu müssen, weiterverleihen. Das war vorher nicht erlaubt und erst London machte damit seinen Finanzstandort attraktiv. Dadurch wurde der unkontrollierten Geldvermehrung das erste Mal das Tor geöffnet. Schon damals hatte die USA ein Handelsbilanz-Defizit. Um den Abfluss von Dollars zu verhindern, hatten sie eine Steuer erfunden, so dass es für Europäer schwierig war, sich an der Wall-Street mit Geld (dollars) zu versorgen. Durch die Fremdeinlagen auf Londons Banken war das Problem gelöst und entwickelte sich in der Folge als riesiger Markt. Auch Länder wie die Sowjetuninon beteiligten sich daran und auch die alte Bundesrepublik mit ihrem Exportüberschüssen legte ihre Dollarüberschüsse in diesem Markt an. Alle spielten mit, obwohl klar war, dass damit auf lange Frist die Zentralbanken die Kontrolle über die Geldmärkte verlieren würden. 

D a s  ging natürlich voll am Geist einer stabilen Währung vorbei. Das wußte jeder, der sich ein bisschen mit der Materie auskannte. 

 

Aber solange etwas vermeintlich funktioniert, schaut keiner genau hin

 

Wie schon oft hier gesagt. Es geht um das "System" das da so unter der Hand entstanden ist. Nach den großen Deregulierungen in der zweiten Hälfte des 20igsten Jahrhunderts weiss keiner mehr wie das Finanzsystem tatsächlich funktioniert. Es gibt eine Reihe von Rückkopplungen, die auch die Experten nicht durchschauen. 

Die unkontrollierte Geldvermehrung ist eine davon. Von Geldknappheit und Stabilität zu sprechen ist mittlerweile Farce.

 

Und was ich überhaupt nicht verstehe ist, wie denn diese Rettungsmaßnahmen funktionieren sollen. Was passiert denn, wenn man immer mehr Geld in dieses System pumpt? Dadurch werden noch noch mehr Bubbles, noch mehr von diesen Blasen entstehen, weil es einfach zuviel Liquiitität auf den Finanzmärkten gibt.

Wettbewerbsstärke kommt in einer Marktwirtschaft von scarcity, von Knappheit.

Viel Geld, knappe Resourcen in einer total verunsicherten Welt, die in Richtung Deflation triftet? 

Eine von einigen Fragestellung auf die ich gerne eine Antwort hätte ..

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Aber die Knappheit natürlicher Ressourcen ist kein exogenes Datum, sondern endogene Variable des physischen Produktionsprozesses. Erdöl etwa war bis in die fünfziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts keine knappe Ressource und wird es möglicherweise in wenigen Jahrzehnten schon nicht mehr sein. Uran war noch vor einem Jahrhundert überhaupt keine Ressource.

Da es sich beim In- und Output eines konkreten Produktionsprozesses immer um konkrete Rohstoffe, konkrete Arbeiten, konkrete Produktionsinstrumente und Informationsträger sowie konkrete physische Verbrauchsgüter handelt, sind diese In- und Outputs sowie die physischen Produktionsverflechtungen letztlich nur in physischen Einheiten (Kilogramm, Volumen, Stückzahl, Bit) unverfälscht darstellbar. Als solche besitzen sie kein einheitliches Maß und lassen sich auch nicht in einheitlichen Makrovariablen zusammenfassen.

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