Keynes - in the long run, we are all dead

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Keynes beschäftigte sich intensiv mit der Frage, wie durch staatliches, gesamtwirtschaftlich orientiertes Handeln das Versagen des kapitalistischen Wirtschaftssystems verhindert oder wenigstens gemildert werden könnte. Im Rahmen einer mehrteiligen Radiosendung erklärte Keynes am 14. März 1932, der Staat müsse eine aktive Rolle übernehmen: Der gesamtwirtschaftliche Ablauf müsse staatlich geplant werden. Wir können - so Keynes wörtlich - die Wünschbarkeit und sogar die Notwendigkeit von Planung (planning) akzeptieren, ohne Kommunist, Sozialist oder Faschist zu sein.

Hört sich alles wunderbar und auch s e h r zeitgemäss an.

Die zentrale Botschaft seiner General Theory" besteht darin, dass das marktwirtschaftliche System auch bei flexiblen Preisen und Löhnen nicht automatisch zur Vollbeschäftigung tendiert. Vielmehr kann es auch langfristig in einem Zustand der Unterbeschäftigung verharren; in diesem Fall soll der Staat zu finanz- und geldpolitischen Mitteln greifen, um die gesamtwirtschaftliche Nachfrage wieder an das Niveau heran zuführen, bei dem Vollbeschäftigung herrscht. Eine wichtige Einsicht ist, dass mikroökonomisch sinnvolle Verhaltensweisen im makroökonomischen Kontext völlig falsch sein können. (da hat er sicher recht, der olle keynes!!)

Einwänden, seine Theorie beziehe sich nur auf kurzfristig wirkende Maßnahmen, hielt er entgegen: In the long run we are all dead.

Jetzt kommt also ein neues keyianisches Kapitel der Wirtschaftsgeschichte:

Damals in bretton woods wurde der vorschlag von keynes abgelehnt, er sah vor:

eine internationale Zahlungsunion zu gründen, die International Clearing Union (ICU). Die Zentralbanken sowohl die der Mitgliedsländer als auch andere sollten bei dieser Organisation Konten unterhalten.

Die Zentralbanken aller Mitgliedsstaaten und auch die von nicht-Mitgliedern würden Konten bei der Internationalen Clearing-Union halten, durch die sie ermächtigt wären, ihre Wechselgeschäfte untereinander beim Paritätswert durchzuführen, wie er im Bancor definiert ist. Länder, die ein positives Guthaben beim Rest der Welt als ganzes haben, würden ein Habenkonto bei der Clearing-Union haben, und diejenigen mit einem negativen Guthaben, würden ein Sollkonto haben."

Eine Absicht von Keynes Vorschlag war, Überschuss- und Defizitländer dazu zu bewegen, die Ungleichgewichte in ihren Zahlungsbilanzen abzubauen. Dazu sah er vor, jedem Land eine maximale Quote zuzugestehen, die sich am Anteil des Landes am Welthandel bemessen hätte. Hätte das Guthaben oder Soll eines Landes über dessen Quote gelegen, so sollte das Land Zinsen zwischen 5 und 100 % an die ICU zahlen. Durch dieses Instrument würde es für die Gläubigerländer unattraktiv werden, starke Überschüsse zu erwirtschaften, da diese über die Zinsen wieder abgeführt worden wären. Dafür, wie die Quote genau berechnet werden sollte, existierten unterschiedliche Vorschläge.

Beim Keynes-Vorschlag waren keine flexibilen Wechselkurse vorgesehen: Der Wechselkurs einzelner Währungen zum Bancor wäre fest gewesen, aber in regelmäßigen Abständen anpassbar.

Mal sehen, ob die alte Idee jetzt wieder ausgegraben wird.?!?!

Oder wird Ihnen doch noch was Neues einfallen????

 

 

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