gerecht?

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So, nachdem der letzte beitrag etwas arg akademisch war, will ich mich diesmal mit etwas beschäftigen, was mich schon seit einiger zeit antreibt, was sich aber erst langsam klar und deutlich abzeichnet und eine der ursachen für meine beschäftigung hier mit der finanzarchitektur ist.

es geht um die frage nach der gerechtigkeit

es geht um den begriff g e r e c h t

ich hatte immer den eindruck dass jemand, der in einer diskussion in den raum warf: "das ist nicht gerecht", dass derjenige v e r r e c h n e n wollte, dass diese person ein verrechnungssystem im kopf hat.

oft antwortete ich darauf: "was ist schon gerecht? wenn man in einer armen familie geboren wird und nicht gefördert wird oder in einer wohlhabenden und hohen leistungszwängen ausgesetzt wird?  Was soll man da mit "gerecht" anfangen? Wie soll man da vergleichen?"

"gerecht" scheint in der modernen welt i m m e r  mit vergleichen zu tun zu haben ..

jetzt tauche ich mal ein bisschen tief:

zum vergleichen hat man die mathematik erfunden und diese war erstmals r e c h n e n

rechnen bedeutet eigentlich: ordentlich, genau, unbehindert

denn es hat zu tun mit:

reckenen (mittelhochdeutsch),

rechen, reckhanon (althochdeutsch),

rekenen (niederländisch)

to reckon (englisch)

 

wenn man das in einen zusammenhang setzt, dann geht es beim b e r e c h n e n  darum:

zukunftsorientiert zu planen

geht man noch einen schritt weiter, dann kommt man zum begriff  v e r r e c h n e n

(<grinz> nein, dieses mit rotstift meine ich nicht)

sondern um das verrechnen, das eine art abgleich meint. wenn tausch- und verhandlungspartner einbezogen werden, dann wird irgendwann einmal verrechnet. jetzt bin ich schon ganz nahe ans geldwesen herangekommen, aber noch nicht ganz.

denn auch eine ohrfeige kann man verrechnen, wenn man zu jemanden sagt: so jetzt sind wir quitt.

aer bleiben wir lieber beim geldwesen:

bei einer Abrechnung geht es eine Rechenschaft, um berechnete, verrechnende Gerechtigkeit.

jetzt aber zu meiner ausgangsfrage

ist so eine gerechtigkeit, die mit tauschwesen, mit unserem geldwesen, mit unserer finanzarchitektur zu tun hat, w i r k l i c h gerecht?

darüber nachzudenken, darum geht es mir

 

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