Fragilitaet und Robustheit

DruckversionPDF-Version

Mehr Transparenz in dem System ist eine Forderung, die jedem einzuleuchten scheint. Ist die Lösung aber w i r k l i c h so einfach??

Eigentlich sollen die Finanzmärkte nie Mittel zum Zweck sein, sondern eine florierende und stabile Wirtschaft durch die Bereitstellung von Resourcen ein flexibles Risikomanagement ermöglichen.

Doch wie wir gesehen haben managen die Finanzmärkte das Risiko nicht, sondern schaffen es indem sie den Devisenhandel regelrecht zu einem Kasino umgebaut haben.  Und wirklich, Handel, dessen einziger Zweck darin besteht, von den Wertschwankungen der Währungen -(oder anderer Finanzinstrumente) zu profitieren, ist doch nichts anderes als Wetten. 

Im Gegensatz dazu ist die „echte“ Wirtschaft, die sich mit dem Kauf und Verkauf von realen Gütern und Dienstleistungen beschäftigt, an den Rand gedrängt worden und spielt im dem großen Spiel ums Geld nur noch eine untergeordnete Rolle. 

Dieses aufgeblasene Spiel, diese hohen Aktienkurse führten jedoch mittelbar zu dem Rattenrennen das wir in den Betrieben kennen. Natürlich, wenn die Shareholder viel Geld für ihre Aktien bezahlt haben, dann wollen sie auch eine hohe Rendite haben. Hohe Renditen führen aber unmittelbar zu hohem Kostendruck in den Unternehmen und längerfrisitig auch zu Verlagerungen. 

Und Kostendruck führt zu Effizienzsteigerungen. Diese wiederum werden meist dadurch erreicht, indem Redundanzen aus den Geschäftprozessen herausgenommen werden.  Dies führt zu einer immer arbeitsteiligeren Wirtschaft und damit zu erhöhter Störbarkeit.

 

Redunanzfreie Systeme sind aber immer höchst fragil und störbar.

Wenn ein Fehler auftritt trifft es alle

Daneben treten durch die hohe Verzahnung auch Rückkopplungen auf, die niemand vorhersehen kann. Damit ist eine Zustandsstabilität in weite Ferne gerückt.

Ich bin der Meinung, dass Stabilitätsbegriffe in unser Wirtschafts- und Finanzsystem  Eingang finden müssen. Auf so ein labiles System dürfen wir nicht unsere Zukunft aufbauen. Damit will ich nicht sagen, dass das einfach ist. Zu ihrer Analyse sind die E i g e n b e w e g u n g des Systems maßgeblich. Wir sind weit davon entfernt sie erforscht zu haben. Bisher haben wir einfach ausprobiert. Wir waren und sind die Versuchskanickel!

TitelAutorDatumBesucher
zorn und zeitbrainY20/10/2010 - 21:48688
Indien - the way southbrainY16/10/2010 - 09:59670
Pittsburgh - da hatte ich mal was erwartetbrainY12/05/2010 - 14:17638
2. WellebrainY12/05/2010 - 14:04719
Wie soll das gehen?brainY04/09/2009 - 14:49765
Devisenvermgen steigenbrainY21/05/2009 - 10:121126
Kolonialisierung brainY21/05/2009 - 00:00820
nichtlineare SystemebrainY21/05/2009 - 00:00729
Paradiese sind gefaehrliche OrtebrainY14/05/2009 - 00:00713
SystembrainY23/03/2009 - 01:00778
Sozialmaschine GeldbrainY17/03/2009 - 17:33745
UmstrukturierungbrainY15/03/2009 - 15:03749
Reduktion mittels KausalitaetbrainY15/03/2009 - 14:51814
Reduktion der KomplexitaetbrainY15/03/2009 - 14:49760
KommunikationbrainY15/03/2009 - 14:41740
AutopoiesisbrainY15/03/2009 - 01:001986
Knappheit brainY15/03/2009 - 01:00816
UmwälzungenbrainY11/03/2009 - 01:00817
gerecht?brainY06/03/2009 - 10:30774
PrognosenbrainY05/03/2009 - 01:00730
fair-value-Bilanzierung und die groe DummheitbrainY03/03/2009 - 14:52805
Waehrung und bretton woods IIbrainY03/03/2009 - 01:00787
Keynes - in the long run, we are all dead brainY03/03/2009 - 01:001055
chinesische StaatsfondsbrainY02/03/2009 - 18:46814
die Hoffnung auf endlosen FortschrittbrainY02/03/2009 - 18:26785
onlinetagebuch.com - WIE DAS LEBEN SO SCHREIBT ...